Nach der Schadenmeldung erstellt ein Sachverständiger der Generali eine Tele-Expertise. Bisher ging das Dokument per Brief an den Kunden, die weitere Abstimmung lief telefonisch. Was bei einzelnen Fällen gut funktioniert, wird bei hohen Fallzahlen schnell zum hohen Personalaufwand.

Heute wird der Ablauf nach Erstellung der Tele-Expertise mit Paperfly digital gesteuert. Das Dokument geht direkt an den Kunden, seine Entscheidung wird im selben Vorgang erfasst und erforderliche Angaben werden abhängig von dieser Entscheidung direkt abgefragt.

So wird aus einem bisher von Brief und Telefon geprägten Folgeprozess eine digital geführte Kundeninteraktion.

Serie: Digitale Schadenprozesse für Versicherer

Wie durchgängige digitale Workflows Kommunikation, Dokumente und Entscheidungen im Schadenfall automatisieren.


Das erwartet Sie in diesem Artikel:

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Generali
Generali gehört zu den führenden Erstversicherungsgruppen in Deutschland. Das Unternehmen ist in den Bereichen Leben, Kranken sowie Schaden und Unfall aktiv.
9+ Mio. Kunden
ca. 9.100 Beschäftigte
15,5 Mrd. € Beiträge

Nach der Tele-Expertise beginnt der nächste Prozess

Aber zunächst: Was ist eine Tele-Expertise? Bei einer Tele-Expertise wird ein Schaden begutachtet und dokumentiert. Auf Basis der aufgenommenen Informationen erstellt der Sachverständige eine Bewertung des Schadenfalls. Das Ergebnis wird anschließend in einem Dokument zusammengefasst, das dem Versicherungsnehmer zur Verfügung gestellt wird.

Damit ist die fachliche Bewertung des Schadens abgeschlossen. Trotzdem folgen mehrere Schritte:

  • Der Kunde muss die Tele-Expertise
    sicher erhalten.
  • Danach muss der Versicherer wissen,
    wie der Schaden reguliert werden soll.
  • Je nach Entscheidung
    sind weitere Angaben nötig.

Beim klassischen Ablauf bedeutet das häufig: Brief versenden, Kunden erreichen und Antworten erfassen. Fehlende Angaben starten eine weitere Abstimmungsrunde.

Eine E-Mail würde zwar den Brief ersetzen, der restliche Ablauf bliebe aber manuell. Der Hebel liegt darin, Versand und Rückmeldung des Kunden in einem Ablauf zu verbinden.

So läuft der Prozess nach der Tele-Expertise mit Paperfly

Statt Dokumente manuell zu versenden und telefonische Rückmeldungen nachzutragen, wird die gesamte Journey in einem Standard-Workflow gebündelt.

Der Mitarbeiter ergänzt die Daten zum Schadenfall und den Empfänger. Tele-Expertise und Kundenformular sind bereits im Vorgang integriert.

  • Nahtloser Zugang: Der Kunde erhält einen Link und öffnet die Tele-Expertise direkt auf dem Smartphone oder Desktop.
  • Entscheidung direkt im Prozess: Nach dem Lesen wählt er unmittelbar die Art der Regulierung, zum Beispiel Reparatur oder Auszahlung.
  • Daten direkt erfassen: Entscheidet sich der Kunde für eine Auszahlung, erfasst der Workflow im selben Schritt die Bankdaten.

Vorteil: Der Versicherer muss Angaben nicht später separat anfordern.

Was passiert nach der Rückmeldung?

Sobald der Kunde fertig ist, erhält der zuständige Mitarbeiter eine Nachricht. Im Vorgang ist nun sichtbar, dass alle Schritte erledigt sind. Mitarbeiterformular, Tele-Expertise und Kundenformular liegen an einem Ort.

Auch die Entscheidung des Kunden und die dazu erfassten Angaben sind direkt einsehbar.

Die Rückmeldung wird anschließend an das Archivsystem übergeben und steht dort für die weitere Bearbeitung des Schadenfalls zur Verfügung. Der Mitarbeiter muss also nicht erst verschiedene E-Mails, Gesprächsnotizen oder Rückmeldungen zusammensuchen.

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Was gewinnt Generali dadurch?

Vor allem fällt weniger manuelle Arbeit an. Mitarbeiter müssen seltener telefonieren oder den Status eines Falls prüfen. Zusätzliche Angaben werden direkt im passenden Schritt abgefragt. Der Gewinn liegt dabei im anschließenden Rücklauf. Entscheidungen und benötigte Zusatzangaben kommen direkt im bestehenden Schadenfall zusammen.

Gerade bei einem Ablauf, der täglich viele Mitarbeiter gebunden hat, ist das ein relevanter Hebel. Wiederkehrende Schritte laufen digital, während sich Mitarbeiter stärker auf Fälle konzentrieren können, bei denen fachliche Arbeit gefragt ist.

Auch für den Kunden wird der Ablauf einfacher:

  • Er erhält die Tele-Expertise,
  • trifft seine Entscheidung und
  • macht die nötigen Angaben direkt im selben Vorgang.

Der größte Gewinn liegt also in den eingesparten Schleifen: Statt fehlenden Angaben nachzulaufen, erhält Generali alle nötigen Informationen, mit denen der Schadenfall direkt weiterbearbeitet werden kann.

Weniger Aufwand pro Fall, kürzere Bearbeitungswege und mehr Kapazität für fachlich anspruchsvolle Schadenfälle.

Warum nicht einfach per E-Mail oder Kundenportal?

Eine E-Mail reicht aus, wenn nur ein Dokument verschickt werden soll. In diesem Fall geht es aber um mehr:

  • Nach der Tele-Expertise muss eine Entscheidung eingeholt werden.
  • Je nach Antwort sind weitere Angaben nötig.
  • Anschließend muss alles wieder beim richtigen Schadenfall ankommen.

Und während Änderungen in bestehenden Systemen oft Entwicklungsaufwand auslösen, können Fachbereiche Paperfly-Workflows schnell selbst anpassen. Neue Felder, Texte oder weitere Schritte lassen sich so einfach selbst in den bestehenden Ablauf einpflegen.

Ansatz Was er löst Was dahinter steckt
Brief und Telefon Zustellung und persönliche Abstimmung Hoher manueller Aufwand
E-Mail Digitale Zustellung Folgeprozesse bleiben manuell
Kundenportal / Kernsystem Kann den Ablauf digital abbilden Neue oder geänderte Strecken lösen Entwicklungsaufwand aus
Paperfly Workflow Verbindet Zustellung, Entscheidung und Rückmeldung in einem System Ergänzt die bestehende IT und lässt sich vom Fachbereich selbst anpassen

Fazit: Von manuellem Aufwand zum echten End-to-End-Prozess

Aus Briefversand, telefonischer Abstimmung und manuellem Rücklauf wird ein digital geführter Workflow. Die Tele-Expertise erreicht den Kunden direkt, seine Entscheidung wird im selben Vorgang erfasst und weitere nötige Angaben gleich mit abgefragt.

Damit wird die Tele-Expertise zum direkten Übergang in den nächsten Schritt des Schadenfalls, statt weitere manuelle Abstimmung auszulösen.