FIDA POTENZIALRECHNER

FiDA-Potenzial für Ihre Bank.
Zahlen. Daten. Fakten.

Vergleichen Sie den manuellen Status quo mit der Nutzung strukturierter FiDA-Daten und weitgehend automatisierter Verarbeitung. Berechnen Sie Ihre Zeitersparnis, Kostensenkung und freigesetzten FTE-Kapazitäten.

Bankentyp / Institutsgröße

Wählen Sie Ihre Bankengröße für passende Standardwerte:

Kreditprozess

Welcher Kreditprozess soll modelliert werden?

Antragsvolumen pro Jahr
50.000 Vorgänge/Jahr
(ca. 4.167 Vorgänge/Monat)
1.000 100.000
Ihr FiDA-Potenzial
Potenziell vermeidbarer Aufwand / Jahr
4.929.167 €

Durch Eliminierung manueller Belegprüfungen & Eingaben

75.833 Std.
Eingesparte Zeit / Jahr
54,2 FTE
Freigesetzte Kapazität
So setzt sich das Potenzial zusammen
Heute
(ohne FiDA-Workflows)
5.687.500 €
Automatisierbarer Aufwand 4.929.167 €
Verbleibender manueller Aufwand
758.333 €

Ihr Ausgangspunkt
5.687.500 €
Operativer Aufwand / Jahr
62,5 FTE
FTE-Bindung (gesamt)
50.000 / Jahr
Manuell berührte Vorgänge / Jahr
113,75 €
Aufwand je manuell bearbeitetem Vorgang

EXKLUSIVE MANAGEMENT-ANALYSE

Ihr FiDA-Potenzial: 4.929.167 € im Detail-Report

Schalten Sie die vollständige Wirkungsanalyse frei: Inklusive 3-Jahres-Finanzprojektion, Amortisationszeit (Payback) und konkreter FiDA-Datenarchitektur für Ihre Bank.

Business Case
  • Individuelle 3-Jahres-Finanzprojektion
  • Einsparpotenzial, Zeitgewinn und FTE-Kapazität
  • Einordnung der Amortisationszeit (Payback)
Prozess & Zielbild
  • IST-/SOLL-Vergleich der Kreditbearbeitung
  • Zielbild für automatisierte FiDA Workflows
  • Konkrete Paperfly- und FiDA-Bausteine
REPORT FREISCHALTEN

Ihre individuelle Analyse

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Serie: Financial Data Access (FiDA) für Banken

Wie Banken den EU-Rahmen für Financial Data Access operationalisieren, Consent-to-Service-Journeys aufbauen und aus Open-Finance-Daten skalierbare Erträge entwickeln:



Weitere Informationen im Überblick:

Was zeigt ein FiDA-Potenzialrechner für Banken?

Ein FiDA-Potenzialrechner modelliert, wie sich strukturierte Finanzdaten und automatisierte Prozess-Schritte auf Bearbeitungszeit, FTE-Bindung, operative Kosten und Investitionsrentabilität auswirken.

FiDA steht für Financial Data Access. Der geplante EU-Rahmen soll den kontrollierten Zugang zu Finanzdaten über den bisherigen Open-Banking-Rahmen hinaus ermöglichen. Stand September 2026 führt das Europäische Parlament FiDA weiterhin als laufendes ordentliches Gesetzgebungsverfahren. Konkrete Pflichten und technische Ausgestaltung sollten deshalb noch nicht als endgültig behandelt werden. Legislative Observatory

FiDA kann verändern, wie Banken Finanzdaten in Kredit- und Kundenprozessen nutzen. Für den Business Case reicht es aber nicht zu wissen, welche Daten künftig verfügbar sind. Das Ziel muss sein, die zusätzlichen Informationen auch wirtschaftlich einzusetzen.

Wird die manuelle Datenerfassung reduziert, Dokumentenprüfungen und Nachforderungen durchgängig automatisiert, können Vorgänge schneller zur Entscheidung zu kommen.

Wie viel Mitarbeiterzeit wird heute für Datenerfassung, Dokumentenprüfung und Nachforderungen benötigt? Welcher Aufwand könnte sinken, wenn strukturierte Finanzdaten früher im Vorgang verfügbar sind? Und wie stehen diese Effekte zu den erforderlichen FiDA- und Integrationskosten?

Mit dem FiDA-Potenzialrechner für Banken können Sie diese Fragen anhand eigener Prozessdaten modellieren.

Für Banken ist FiDA dabei nicht nur auf die Bereitstellung eigener Daten begrenzt. Im vorgesehenen Modell können Finanzinstitute mit entsprechender Kundenfreigabe auch Daten-Nutzer sein und freigegebene Daten für eigene Finanzprodukte und Services verwenden.

Was berechnet der FiDA-Potenzialrechner?

Die Berechnung basiert auf den zentralen Kennzahlen des betrachteten Kreditfalls: Vorgangsvolumen, Bearbeitungszeit, Personalkosten und Investitionsaufwand.

Modellparameter Was damit abgebildet wird
Vorgänge pro Jahr Volumen des betrachteten Kreditprozesses
Bearbeitungszeit heute Aktive Mitarbeiterzeit pro Vorgang im Status quo
Bearbeitungszeit im Zielprozess Erwartete aktive Bearbeitungszeit mit strukturierter Datennutzung und Automatisierung
Interner Stundensatz Kalkulatorischer Personalaufwand
Produktive Stunden je FTE Umrechnung der Zeitersparnis in Kapazität
Einmalige FiDA-/Integrationskosten Investitionsaufwand für die angenommene FiDA-/IT-Umsetzung
Laufende FiDA-/Betriebskosten Jährlicher Aufwand für Betrieb und technische Infrastruktur

Daraus werden mehrere Perspektiven abgeleitet:

  • Operativer Aufwand pro Jahr: Wie viel Arbeitszeit und kalkulatorische Personalkosten bindet der heutige Prozess?
  • Potenziell vermeidbarer Aufwand: Welche Differenz entsteht zwischen Status quo und angenommenem Zielprozess?
  • Freigesetzte Kapazität: Wie lässt sich die eingesparte Bearbeitungszeit rechnerisch in FTE-Kapazität übersetzen?
  • Verbleibender manueller Aufwand: Welche Kapazität bleibt auch im automatisierten Szenario erforderlich?
  • Break-even und ROI: Wann könnte die angenommene Investition durch den modellierten wirtschaftlichen Effekt ausgeglichen werden und welcher Nettonutzen entsteht über drei Jahre?

Für wen ist der FiDA-Business-Case relevant?

Der Rechner betrachtet denselben Prozess aus mehreren Rollen.

Rolle Typische Fragestellung
Fachbereich Kredit Wo entstehen Bearbeitungszeit, Rückfragen und manuelle Arbeit?
Operations Welche standardisierbaren Tätigkeiten binden heute Kapazität?
IT / Architektur Welche Integrations- und Betriebskosten stehen dem Nutzen gegenüber?
Management / COO / CFO Wie entwickeln sich Business Case, Break-even und ROI?

Warum der FiDA-Business-Case nicht bei der API beginnt

Typisches Anti-Pattern: FiDA wird als reines Schnittstellenprojekt betrachtet. Daten stehen technisch zur Verfügung, während Kunden- und Kreditprozesse dahinter weitgehend unverändert bleiben. Aber was hat die bank davon? Der Datenzugang ist nun vorhanden, die manuelle Erfassung, Dokumentenprüfung, Nachforderungen und Übergaben verursachen jedoch weiterhin operativen Aufwand.

Nicht: Die API ist verfügbar, folglich entsteht der wirtschaftliche Nutzen automatisch.

Richtiger Ansatz: Finanzdaten stehen zur Verfügung und der Zielprozess nutzt sie direkt. Bereits bekannte Informationen werden nicht erneut abgefragt, fehlende Angaben gezielt ergänzt, Standardfälle automatisch weitergeleitet und definierte Ausnahmen landen direkt beim richtigen Mitarbeiter.

Der bestehende Paperfly-Leitfaden zur FiDA-Umsetzung betrachtet deshalb insbesondere die Strecke von Consent und Evidence bis zur eigentlichen Service-Aktivierung.

Wo entsteht das Potenzial im Kreditprozess?

FiDA kann einen Teil der Informationsbeschaffung verändern. Freigegebene strukturierte Finanzdaten können früher in den Vorgang einfließen und Informationen ergänzen, die heute aus Kundenangaben und einzelnen Dokumenten zusammengesetzt werden.

Drei Kreditprozesse, drei unterschiedliche FiDA-Hebel:

1. Modernisierungskredit: Aus dem Bestandskunden kann neues Finanzierungsgeschäft entstehen

Bei einer bestehenden Immobilienfinanzierung kennt die Hausbank bereits Kunde, Finanzierung und häufig wesentliche Informationen zum Objekt und zur Sicherheitenstruktur. FiDA kann dieses vorhandene Bild mit Zustimmung des Kunden um weitere freigegebene Finanzinformationen aus anderen Geschäftsbeziehungen ergänzen. Dazu können beispielsweise externe Kreditverpflichtungen oder Vermögenspositionen gehören.

Für einen neuen Modernisierungskredit reicht dieses Finanzbild jedoch nicht aus. Ein Austausch der Heizung stellt andere Anforderungen als eine umfangreiche energetische Sanierung mit zusätzlicher Besicherung oder Fördermitteln. Je nach Fall können Angebote, Kostenvoranschläge, Objekt- und Sicherheitenunterlagen oder Förderunterlagen benötigt werden.

Der wirtschaftliche Hebel entsteht deshalb auf zwei Ebenen: Vorhandene Daten besser nutzen und gleichzeitig schneller aus einem Modernisierungswunsch einen vollständigen Finanzierungsfall machen.

Bei Bestandskunden gibt es weitere Vorteile: Kunde, Immobilie und bestehende Finanzierung sind bereits bekannt. Je nach Sicherheitenstruktur kann sogar eine vorhandene Grundschuld für die zusätzliche Finanzierung relevant sein.

FiDA-Beitrag: erweitertes Finanzbild
Prozesswirkung: nur noch fehlende Informationen und Nachweise ergänzen
Business-Effekt: bestehende Kundenbeziehung in zusätzliches Finanzierungsgeschäft überführen

2. KMU-Finanzierung: Schneller zum entscheidungsfähigen Finanzierungsfall

Im Firmenkundengeschäft liegt der Engpass häufig nicht in einer einzelnen Kreditentscheidung. Zeit geht zwischen den einzelnen Schritten verloren. Es fehlt eine BWA, veraltete Dokumente wurden eingereicht, es kommt zu Nachforderungen, einer erneuten Prüfung und es gibt unterschiedliche Anforderungen abhängig von Rechtsform, Finanzierung und Kredithöhe.

FiDA kann die verfügbare Datenbasis verbreitern. Zusätzliche Finanzinformationen können früher in die Kreditprüfung einfließen, anstatt das Bild des Unternehmens ausschließlich aus einzelnen Angaben und Dokumenten zusammenzusetzen.

Welche Daten und Unterlagen weiter benötigt werden, hängt vom jeweiligen Finanzierungsfall ab. Der operative Business Case lautet deshalb: Wie schnell wird aus vorhandenen Finanzinformationen ein vollständiger und entscheidungsfähiger Firmenkredit?

Ein effizienter Zielprozess übernimmt vorhandene Daten, fordert erforderliche Unterlagen fallabhängig an und gibt Standardfälle ohne unnötige manuelle Übergaben weiter. Definierte Ausnahmen landen gezielt bei Beratung oder Marktfolge.

FiDA-Beitrag: breitere Finanzdatenbasis
Prozesswirkung: Vollständigkeit früher herstellen
Business-Effekt: Time-to-Decision verkürzen und Beratung von Standardaufgaben entlasten

3. Fremdkredit: Aus einem Datensignal kann ein konkreter Vertriebsanlass werden

Ein Kunde kann seit Jahren einen Kredit bedienen, der nicht bei seiner Hausbank liegt. Für die Bank bleibt dieses Kreditgeschäft nur eingeschränkt sichtbar. FiDA kann mit Zustimmung des Kunden zusätzliche Informationen aus anderen Finanzbeziehungen für eigene Services nutzbar machen. Damit kann ein Fremdkredit zum Ausgangspunkt für ein Umschuldungsangebot werden.

Doch ein erkannter Fremdkredit verkauft noch keinen neuen Kredit. Zwischen Datensignal und Abschluss liegen weiterhin zusätzliche Angaben, Kredit- und Risikoprüfung, gegebenenfalls Nachweise, Identifikation, Vertragsunterlagen, Signatur und die Ablösung des bestehenden Kredits.

Der Business Case unterscheidet sich deshalb von den beiden anderen Szenarien. Hier geht es nicht nur um Effizienz. Wenn aus einem bestehenden Fremdkredit eine erfolgreiche Umschuldung wird, kann Kreditvolumen auf das eigene Buch wechseln. Freigegebene Finanzinformationen machen damit unter Umständen einen Bedarf sichtbar, der bisher außerhalb der eigenen Produktbeziehung lag.

FiDA-Beitrag: externes Kreditverhältnis erkennen
Prozesswirkung: vom Signal direkt in eine digitale Abschlussstrecke wechseln
Business-Effekt: zusätzliches Kreditgeschäft und höherer Share of Wallet

Die drei FiDA Use Cases im Vergleich

Use Case Ausgangspunkt FiDA-Beitrag Was zusätzlich benötigt wird Wirtschaftlicher Hebel
Modernisierungskredit Bestehende Immobilienfinanzierung Externe Kredit- und Vermögensinformationen ergänzen Vorhaben, Angebote, Sicherheiten, ggf. Förderunterlagen Bestandskundengeschäft ausbauen
KMU-Finanzierung Konkreter Finanzierungsbedarf Breitere Finanzdatenbasis BWA, Jahresabschluss, Sicherheiten, Projektinformationen je nach Fall Bearbeitungszeit und Time-to-Decision reduzieren
Fremdkredit / Umschuldung Kredit liegt bei Wettbewerber Fremdkredit als möglichen Vertriebsanlass erkennen Kreditprüfung, Vertrag, Identifikation, Signatur, Ablösung Kreditvolumen zurückgewinnen

So setzen Sie im Rechner realistische Werte ein

1. Reales Vorgangsvolumen verwenden

Entscheidend ist nicht die Zahl aller Kredite der Bank. Verwenden Sie möglichst das jährliche Volumen des Prozesses, den Sie tatsächlich untersuchen möchten.

2. Aktive Bearbeitungszeit statt Gesamtdurchlaufzeit messen

Ein Kreditvorgang kann fünf Tage dauern und trotzdem nur eine Stunde aktive Mitarbeiterzeit binden. Für die operative Kostenrechnung zählt deshalb vor allem die tatsächliche Arbeit am Vorgang:

  • Dokumente öffnen
  • Daten erfassen
  • Angaben prüfen
  • Nachforderungen erstellen
  • Rückläufe einordnen

3. Das Zielszenario braucht einen manuellen Schritt

Auch ein weitgehend automatisierter FiDA-Prozess benötigt Mitarbeiter. Ausnahmen müssen bearbeitet werden. Fachliche Prüfungen bleiben bestehen. Je nach Fall werden zusätzliche Unterlagen benötigt. Die Kreditentscheidung selbst bleibt Aufgabe der Bank. Deshalb enthält der Rechner auch im Zielprozess einen verbleibenden manuellen Aufwand.

4. Eigene Personalkosten einsetzen

Der voreingestellte Stundensatz ist ein Modellwert. Für einen belastbareren internen Business Case sollten institutseigene Arbeitgeberkosten beziehungsweise die intern verwendete kalkulatorische Kostenbasis eingetragen werden.

5. Investitionsannahmen einbeziehen

Der Rechner berücksichtigt zusätzlich einmalige FiDA-/Integrationskosten und laufende FiDA-/Betriebskosten. Die voreingestellten Beträge sind Modellwerte und keine verbindlichen Projekt- oder Marktpreise.

Paperfly-Kosten sind in diesen Modellwerten nicht enthalten.

Damit bleibt nachvollziehbar, welche FiDA-/IT-Kosten dem berechneten operativen Effekt gegenübergestellt werden. Projektspezifische Paperfly-Kosten können anschließend separat ergänzt werden.

Was bedeutet „potenziell vermeidbarer Aufwand“?

Potenziell vermeidbarer Aufwand ist keine garantierte Kosteneinsparung. Die Kennzahl beschreibt den kalkulatorischen Unterschied zwischen der heutigen aktiven Bearbeitungszeit und der im Zielprozess angenommenen Bearbeitungszeit. Das ist besonders bei FTE wichtig (Full-Time Equivalent, auf Deutsch Vollzeitäquivalent).

Wenn der Rechner beispielsweise eine Kapazität von acht FTE ausweist, bedeutet das nicht automatisch, dass acht Stellen entfallen. Die freigesetzte Zeit kann stattdessen genutzt werden, um mehr Vorgänge zu bearbeiten, Bearbeitungsrückstände abzubauen, Beratung zu stärken oder Mitarbeiter gezielter auf Ausnahmen und fachlich komplexe Fälle einzusetzen.

Messrahmen für einen belastbaren Business-Case

Damit die Modellrechnung überprüft werden kann, sollten Ist- und Zielwerte nach derselben Logik gemessen werden.

Messpunkt Empfehlung
Population Klar abgegrenzter Kreditprozess
Zeitraum Ausreichender Zeitraum für ein realistisches Vorgangsvolumen
Bearbeitungszeit Aktive Mitarbeiterzeit je Vorgang
Datenquellen Workflow-Daten, Prozessanalyse, Zeitmessung oder Banksysteme
Kern-KPIs Bearbeitungszeit, manuelle Touchpoints, FTE-Aufwand, Kosten je Vorgang
Investitionssicht Einmalige Kosten, laufende Kosten, Break-even, 3-Jahres-ROI

FiDA liefert Daten. Der Prozess muss daraus einen Vorgang machen.

Strukturierte Finanzdaten können einen Kreditprozess beschleunigen. Sie lösen aber nicht automatisch alle Schritte davor und danach. Deshalb verbindet Paperfly je nach Use Case mehrere Bausteine innerhalb derselben Customer Journey.

Prozessbaustein Rolle im FiDA-Kreditprozess
ID-Check Identifikation dort einbinden, wo sie im jeweiligen Prozess erforderlich ist
Quick Forms Bekannte Daten vorbefüllen und nur fehlende Angaben erfassen
FiDA Data / Live API Access Freigegebene strukturierte Finanzinformationen in den Vorgang übernehmen
Document Collection Weiterhin notwendige Dokumente gezielt anfordern und Rückläufe strukturieren
Paperfly Agents Dokumente und Informationen qualifizieren und definierte Folgeaktionen vorbereiten
Dynamic Workflows Nächste Prozessschritte abhängig vom konkreten Fall steuern
E-Signatur Vertragsunterlagen im digitalen Prozess mit EES, FES oder QES unterzeichnen

Paperfly Agents können beispielsweise Dokumente klassifizieren, Informationen extrahieren und definierte Abgleiche durchführen. Rating, Risikomodell, Pricing und Kreditentscheidung bleiben jedoch bei der Bank.

Bevor Daten in einen Prozess einfließen können, benötigt die Bank eine entsprechende Kundenfreigabe. Consent ist deshalb kein vorgeschaltetes juristisches Detail, sondern Teil der Customer Journey. Der Nutzer muss verstehen, welche Daten für welchen Zweck verwendet werden. Die Zustimmung muss nachvollziehbar dokumentiert werden.

Der ausführliche Paperfly-Leitfaden zur FiDA-Umsetzung behandelt diese Consent-to-Service-Journey im Detail und betrachtet unter anderem Consent, Evidence, Audit-Trail, Widerruf und anschließende Service-Aktivierung.

Vom Modell zum eigenen FiDA-Business-Case

Der Potenzialrechner soll keine fertige Wirtschaftlichkeitsrechnung vorgeben. Er soll den Einstieg erleichtern. Statt allgemein über „Effizienz durch Open Finance“ zu sprechen, lässt sich mit wenigen Kennzahlen eine deutlich konkretere Diskussion führen:

  • Wie groß ist der Prozess?
  • Wie viel aktive Bearbeitungszeit steckt heute darin?
  • Was davon entfällt möglicherweise, wenn strukturierte Finanzdaten direkt nutzbar sind?
  • Welche manuellen Tätigkeiten bleiben?
  • Und welche Investition steht diesem Effekt gegenüber?
Gerade deshalb ist ein Use-Case-basierter Einstieg sinnvoller als eine einzige Berechnung für „FiDA insgesamt“. Modernisierungskredit, KMU-Finanzierung und Umschuldung unterscheiden sich beim Ausgangspunkt, bei den benötigten Informationen und beim wirtschaftlichen Hebel erheblich. Der Rechner macht diese Unterschiede sichtbar.

Fazit: FiDA wirtschaftlich dort bewerten, wo der Prozess stattfindet

FiDA schafft einen Rahmen für den kontrollierten Zugang zu Finanzdaten. Ob daraus für eine Bank wirtschaftlicher Wert entsteht, hängt vom Folgeprozess ab. Genau dafür ist der FiDA-Potenzialrechner gedacht: Nicht um einen pauschalen ROI für FiDA zu versprechen, sondern um aus den eigenen Prozessdaten einen überprüfbaren Business Case zu entwickeln.

FAQ: FiDA-Potenzialrechner für Banken

Ist FiDA bereits endgültig beschlossen?

Stand September 2026 befindet sich FiDA weiterhin im europäischen Gesetzgebungsverfahren. Der Rechner bildet deshalb keine endgültig regulatorisch vorgeschriebene Prozessarchitektur ab, sondern modelliert mögliche wirtschaftliche Effekte einer strukturierten Finanzdatennutzung im Kreditprozess. Legislative Observatory

Sind die Werte im Rechner Branchenbenchmarks?

Die voreingestellten Bearbeitungszeiten, Kosten und Investitionsannahmen dienen als Modellwerte. Für einen institutseigenen Business Case sollten sie durch reale Prozessdaten der Bank ersetzt werden.

Ersetzt FiDA Dokumente vollständig?

Welche zusätzlichen Unterlagen benötigt werden, hängt vom konkreten Kreditfall ab. Bei Modernisierungsfinanzierungen können beispielsweise Angebote, Sicherheiten- oder Förderunterlagen notwendig bleiben. Bei KMU-Finanzierungen können BWA, Jahresabschluss, Sicherheiten oder Projektunterlagen relevant sein.

Welche Kreditprozesse lassen sich modellieren?

Der Rechner bildet aktuell Modernisierungskredite, KMU-Finanzierungen, Fremdkredite beziehungsweise Umschuldungen sowie eine übergreifende Betrachtung ab. Die zugrunde liegenden Prozessparameter können anschließend individuell angepasst werden.

Mini-Glossar: Was bedeutet eigentlich?

Begriff Bedeutung
FiDA Financial Data Access: Vorgeschlagener EU-Rahmen für den kontrollierten Zugang zu Finanzdaten über klassische Zahlungskonten hinaus.
Data User Akteur, der mit entsprechender Kundenfreigabe Finanzdaten für einen definierten Service nutzen kann.
FTE Full-Time Equivalent: Rechnerische Vollzeitkapazität auf Basis der zugrunde gelegten produktiven Arbeitsstunden.
Break-even Zeitpunkt, an dem der kumulierte wirtschaftliche Effekt die für das Modell angesetzten Investitionskosten ausgleicht.
Human-in-the-Loop Prozessprinzip, bei dem standardisierbare Schritte automatisiert laufen und definierte Ausnahmen gezielt an Mitarbeiter übergeben werden.
Customer Journey Durchgängiger Ablauf aus Kundensicht, von Datenerfassung und Nachweisen bis zu Entscheidung, Vertrag und Abschluss.