FiDA-Potenzial für Ihre Bank.
Zahlen. Daten. Fakten.
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Serie: Financial Data Access (FiDA) für Banken
Wie Banken den EU-Rahmen für Financial Data Access operationalisieren, Consent-to-Service-Journeys aufbauen und aus Open-Finance-Daten skalierbare Erträge entwickeln:
- Teil 1/5 – Der operative Leitfaden zur FiDA-Umsetzung für Banken: Consent & Premium-Services skalieren
- Teil 2/5 – Use Case 1 | FiDA wird die KMU-Finanzierung beschleunigen: Vom Cashflow zum Kreditabschluss
- Teil 3/5 – Use Case 2 | FiDA in der Baufinanzierung: Schnellere Entscheidungen beim Modernisierungskredit
- Teil 4/5 – Use Case 3 | FiDA bei Kreditumschuldung & Product-Switching: Wechselhürden im Banking abbauen
- Teil 5/5 – FiDA-Potenzialrechner für Banken: ROI und Einsparpotenzial im Kreditprozess berechnen
Weitere Informationen im Überblick:
Was zeigt ein FiDA-Potenzialrechner für Banken?
Ein FiDA-Potenzialrechner modelliert, wie sich strukturierte Finanzdaten und automatisierte Prozess-Schritte auf Bearbeitungszeit, FTE-Bindung, operative Kosten und Investitionsrentabilität auswirken.
FiDA steht für Financial Data Access. Der geplante EU-Rahmen soll den kontrollierten Zugang zu Finanzdaten über den bisherigen Open-Banking-Rahmen hinaus ermöglichen. Stand September 2026 führt das Europäische Parlament FiDA weiterhin als laufendes ordentliches Gesetzgebungsverfahren. Konkrete Pflichten und technische Ausgestaltung sollten deshalb noch nicht als endgültig behandelt werden. Legislative Observatory
FiDA kann verändern, wie Banken Finanzdaten in Kredit- und Kundenprozessen nutzen. Für den Business Case reicht es aber nicht zu wissen, welche Daten künftig verfügbar sind. Das Ziel muss sein, die zusätzlichen Informationen auch wirtschaftlich einzusetzen.
Wird die manuelle Datenerfassung reduziert, Dokumentenprüfungen und Nachforderungen durchgängig automatisiert, können Vorgänge schneller zur Entscheidung zu kommen.
Wie viel Mitarbeiterzeit wird heute für Datenerfassung, Dokumentenprüfung und Nachforderungen benötigt? Welcher Aufwand könnte sinken, wenn strukturierte Finanzdaten früher im Vorgang verfügbar sind? Und wie stehen diese Effekte zu den erforderlichen FiDA- und Integrationskosten?
Mit dem FiDA-Potenzialrechner für Banken können Sie diese Fragen anhand eigener Prozessdaten modellieren.
Was berechnet der FiDA-Potenzialrechner?
Die Berechnung basiert auf den zentralen Kennzahlen des betrachteten Kreditfalls: Vorgangsvolumen, Bearbeitungszeit, Personalkosten und Investitionsaufwand.
| Modellparameter | Was damit abgebildet wird |
|---|---|
| Vorgänge pro Jahr | Volumen des betrachteten Kreditprozesses |
| Bearbeitungszeit heute | Aktive Mitarbeiterzeit pro Vorgang im Status quo |
| Bearbeitungszeit im Zielprozess | Erwartete aktive Bearbeitungszeit mit strukturierter Datennutzung und Automatisierung |
| Interner Stundensatz | Kalkulatorischer Personalaufwand |
| Produktive Stunden je FTE | Umrechnung der Zeitersparnis in Kapazität |
| Einmalige FiDA-/Integrationskosten | Investitionsaufwand für die angenommene FiDA-/IT-Umsetzung |
| Laufende FiDA-/Betriebskosten | Jährlicher Aufwand für Betrieb und technische Infrastruktur |
Daraus werden mehrere Perspektiven abgeleitet:
- Operativer Aufwand pro Jahr: Wie viel Arbeitszeit und kalkulatorische Personalkosten bindet der heutige Prozess?
- Potenziell vermeidbarer Aufwand: Welche Differenz entsteht zwischen Status quo und angenommenem Zielprozess?
- Freigesetzte Kapazität: Wie lässt sich die eingesparte Bearbeitungszeit rechnerisch in FTE-Kapazität übersetzen?
- Verbleibender manueller Aufwand: Welche Kapazität bleibt auch im automatisierten Szenario erforderlich?
- Break-even und ROI: Wann könnte die angenommene Investition durch den modellierten wirtschaftlichen Effekt ausgeglichen werden und welcher Nettonutzen entsteht über drei Jahre?
Für wen ist der FiDA-Business-Case relevant?
Der Rechner betrachtet denselben Prozess aus mehreren Rollen.
| Rolle | Typische Fragestellung |
|---|---|
| Fachbereich Kredit | Wo entstehen Bearbeitungszeit, Rückfragen und manuelle Arbeit? |
| Operations | Welche standardisierbaren Tätigkeiten binden heute Kapazität? |
| IT / Architektur | Welche Integrations- und Betriebskosten stehen dem Nutzen gegenüber? |
| Management / COO / CFO | Wie entwickeln sich Business Case, Break-even und ROI? |
Warum der FiDA-Business-Case nicht bei der API beginnt
Typisches Anti-Pattern: FiDA wird als reines Schnittstellenprojekt betrachtet. Daten stehen technisch zur Verfügung, während Kunden- und Kreditprozesse dahinter weitgehend unverändert bleiben. Aber was hat die bank davon? Der Datenzugang ist nun vorhanden, die manuelle Erfassung, Dokumentenprüfung, Nachforderungen und Übergaben verursachen jedoch weiterhin operativen Aufwand.
Nicht: Die API ist verfügbar, folglich entsteht der wirtschaftliche Nutzen automatisch.
Richtiger Ansatz: Finanzdaten stehen zur Verfügung und der Zielprozess nutzt sie direkt. Bereits bekannte Informationen werden nicht erneut abgefragt, fehlende Angaben gezielt ergänzt, Standardfälle automatisch weitergeleitet und definierte Ausnahmen landen direkt beim richtigen Mitarbeiter.
Der bestehende Paperfly-Leitfaden zur FiDA-Umsetzung betrachtet deshalb insbesondere die Strecke von Consent und Evidence bis zur eigentlichen Service-Aktivierung.
Wo entsteht das Potenzial im Kreditprozess?
FiDA kann einen Teil der Informationsbeschaffung verändern. Freigegebene strukturierte Finanzdaten können früher in den Vorgang einfließen und Informationen ergänzen, die heute aus Kundenangaben und einzelnen Dokumenten zusammengesetzt werden.
Drei Kreditprozesse, drei unterschiedliche FiDA-Hebel:
1. Modernisierungskredit: Aus dem Bestandskunden kann neues Finanzierungsgeschäft entstehen
Bei einer bestehenden Immobilienfinanzierung kennt die Hausbank bereits Kunde, Finanzierung und häufig wesentliche Informationen zum Objekt und zur Sicherheitenstruktur. FiDA kann dieses vorhandene Bild mit Zustimmung des Kunden um weitere freigegebene Finanzinformationen aus anderen Geschäftsbeziehungen ergänzen. Dazu können beispielsweise externe Kreditverpflichtungen oder Vermögenspositionen gehören.
Für einen neuen Modernisierungskredit reicht dieses Finanzbild jedoch nicht aus. Ein Austausch der Heizung stellt andere Anforderungen als eine umfangreiche energetische Sanierung mit zusätzlicher Besicherung oder Fördermitteln. Je nach Fall können Angebote, Kostenvoranschläge, Objekt- und Sicherheitenunterlagen oder Förderunterlagen benötigt werden.
Bei Bestandskunden gibt es weitere Vorteile: Kunde, Immobilie und bestehende Finanzierung sind bereits bekannt. Je nach Sicherheitenstruktur kann sogar eine vorhandene Grundschuld für die zusätzliche Finanzierung relevant sein.
FiDA-Beitrag: erweitertes Finanzbild
Prozesswirkung: nur noch fehlende Informationen und Nachweise ergänzen
Business-Effekt: bestehende Kundenbeziehung in zusätzliches Finanzierungsgeschäft überführen
2. KMU-Finanzierung: Schneller zum entscheidungsfähigen Finanzierungsfall
Im Firmenkundengeschäft liegt der Engpass häufig nicht in einer einzelnen Kreditentscheidung. Zeit geht zwischen den einzelnen Schritten verloren. Es fehlt eine BWA, veraltete Dokumente wurden eingereicht, es kommt zu Nachforderungen, einer erneuten Prüfung und es gibt unterschiedliche Anforderungen abhängig von Rechtsform, Finanzierung und Kredithöhe.
FiDA kann die verfügbare Datenbasis verbreitern. Zusätzliche Finanzinformationen können früher in die Kreditprüfung einfließen, anstatt das Bild des Unternehmens ausschließlich aus einzelnen Angaben und Dokumenten zusammenzusetzen.
Ein effizienter Zielprozess übernimmt vorhandene Daten, fordert erforderliche Unterlagen fallabhängig an und gibt Standardfälle ohne unnötige manuelle Übergaben weiter. Definierte Ausnahmen landen gezielt bei Beratung oder Marktfolge.
FiDA-Beitrag: breitere Finanzdatenbasis
Prozesswirkung: Vollständigkeit früher herstellen
Business-Effekt: Time-to-Decision verkürzen und Beratung von Standardaufgaben entlasten
3. Fremdkredit: Aus einem Datensignal kann ein konkreter Vertriebsanlass werden
Ein Kunde kann seit Jahren einen Kredit bedienen, der nicht bei seiner Hausbank liegt. Für die Bank bleibt dieses Kreditgeschäft nur eingeschränkt sichtbar. FiDA kann mit Zustimmung des Kunden zusätzliche Informationen aus anderen Finanzbeziehungen für eigene Services nutzbar machen. Damit kann ein Fremdkredit zum Ausgangspunkt für ein Umschuldungsangebot werden.
Der Business Case unterscheidet sich deshalb von den beiden anderen Szenarien. Hier geht es nicht nur um Effizienz. Wenn aus einem bestehenden Fremdkredit eine erfolgreiche Umschuldung wird, kann Kreditvolumen auf das eigene Buch wechseln. Freigegebene Finanzinformationen machen damit unter Umständen einen Bedarf sichtbar, der bisher außerhalb der eigenen Produktbeziehung lag.
FiDA-Beitrag: externes Kreditverhältnis erkennen
Prozesswirkung: vom Signal direkt in eine digitale Abschlussstrecke wechseln
Business-Effekt: zusätzliches Kreditgeschäft und höherer Share of Wallet
Die drei FiDA Use Cases im Vergleich
| Use Case | Ausgangspunkt | FiDA-Beitrag | Was zusätzlich benötigt wird | Wirtschaftlicher Hebel |
|---|---|---|---|---|
| Modernisierungskredit | Bestehende Immobilienfinanzierung | Externe Kredit- und Vermögensinformationen ergänzen | Vorhaben, Angebote, Sicherheiten, ggf. Förderunterlagen | Bestandskundengeschäft ausbauen |
| KMU-Finanzierung | Konkreter Finanzierungsbedarf | Breitere Finanzdatenbasis | BWA, Jahresabschluss, Sicherheiten, Projektinformationen je nach Fall | Bearbeitungszeit und Time-to-Decision reduzieren |
| Fremdkredit / Umschuldung | Kredit liegt bei Wettbewerber | Fremdkredit als möglichen Vertriebsanlass erkennen | Kreditprüfung, Vertrag, Identifikation, Signatur, Ablösung | Kreditvolumen zurückgewinnen |
So setzen Sie im Rechner realistische Werte ein
1. Reales Vorgangsvolumen verwenden
Entscheidend ist nicht die Zahl aller Kredite der Bank. Verwenden Sie möglichst das jährliche Volumen des Prozesses, den Sie tatsächlich untersuchen möchten.
2. Aktive Bearbeitungszeit statt Gesamtdurchlaufzeit messen
Ein Kreditvorgang kann fünf Tage dauern und trotzdem nur eine Stunde aktive Mitarbeiterzeit binden. Für die operative Kostenrechnung zählt deshalb vor allem die tatsächliche Arbeit am Vorgang:
- Dokumente öffnen
- Daten erfassen
- Angaben prüfen
- Nachforderungen erstellen
- Rückläufe einordnen
3. Das Zielszenario braucht einen manuellen Schritt
Auch ein weitgehend automatisierter FiDA-Prozess benötigt Mitarbeiter. Ausnahmen müssen bearbeitet werden. Fachliche Prüfungen bleiben bestehen. Je nach Fall werden zusätzliche Unterlagen benötigt. Die Kreditentscheidung selbst bleibt Aufgabe der Bank. Deshalb enthält der Rechner auch im Zielprozess einen verbleibenden manuellen Aufwand.
4. Eigene Personalkosten einsetzen
Der voreingestellte Stundensatz ist ein Modellwert. Für einen belastbareren internen Business Case sollten institutseigene Arbeitgeberkosten beziehungsweise die intern verwendete kalkulatorische Kostenbasis eingetragen werden.
5. Investitionsannahmen einbeziehen
Der Rechner berücksichtigt zusätzlich einmalige FiDA-/Integrationskosten und laufende FiDA-/Betriebskosten. Die voreingestellten Beträge sind Modellwerte und keine verbindlichen Projekt- oder Marktpreise.
Paperfly-Kosten sind in diesen Modellwerten nicht enthalten.
Damit bleibt nachvollziehbar, welche FiDA-/IT-Kosten dem berechneten operativen Effekt gegenübergestellt werden. Projektspezifische Paperfly-Kosten können anschließend separat ergänzt werden.
Was bedeutet „potenziell vermeidbarer Aufwand“?
Potenziell vermeidbarer Aufwand ist keine garantierte Kosteneinsparung. Die Kennzahl beschreibt den kalkulatorischen Unterschied zwischen der heutigen aktiven Bearbeitungszeit und der im Zielprozess angenommenen Bearbeitungszeit. Das ist besonders bei FTE wichtig (Full-Time Equivalent, auf Deutsch Vollzeitäquivalent).
Wenn der Rechner beispielsweise eine Kapazität von acht FTE ausweist, bedeutet das nicht automatisch, dass acht Stellen entfallen. Die freigesetzte Zeit kann stattdessen genutzt werden, um mehr Vorgänge zu bearbeiten, Bearbeitungsrückstände abzubauen, Beratung zu stärken oder Mitarbeiter gezielter auf Ausnahmen und fachlich komplexe Fälle einzusetzen.
Messrahmen für einen belastbaren Business-Case
Damit die Modellrechnung überprüft werden kann, sollten Ist- und Zielwerte nach derselben Logik gemessen werden.
| Messpunkt | Empfehlung |
|---|---|
| Population | Klar abgegrenzter Kreditprozess |
| Zeitraum | Ausreichender Zeitraum für ein realistisches Vorgangsvolumen |
| Bearbeitungszeit | Aktive Mitarbeiterzeit je Vorgang |
| Datenquellen | Workflow-Daten, Prozessanalyse, Zeitmessung oder Banksysteme |
| Kern-KPIs | Bearbeitungszeit, manuelle Touchpoints, FTE-Aufwand, Kosten je Vorgang |
| Investitionssicht | Einmalige Kosten, laufende Kosten, Break-even, 3-Jahres-ROI |
FiDA liefert Daten. Der Prozess muss daraus einen Vorgang machen.
Strukturierte Finanzdaten können einen Kreditprozess beschleunigen. Sie lösen aber nicht automatisch alle Schritte davor und danach. Deshalb verbindet Paperfly je nach Use Case mehrere Bausteine innerhalb derselben Customer Journey.
| Prozessbaustein | Rolle im FiDA-Kreditprozess |
|---|---|
| ID-Check | Identifikation dort einbinden, wo sie im jeweiligen Prozess erforderlich ist |
| Quick Forms | Bekannte Daten vorbefüllen und nur fehlende Angaben erfassen |
| FiDA Data / Live API Access | Freigegebene strukturierte Finanzinformationen in den Vorgang übernehmen |
| Document Collection | Weiterhin notwendige Dokumente gezielt anfordern und Rückläufe strukturieren |
| Paperfly Agents | Dokumente und Informationen qualifizieren und definierte Folgeaktionen vorbereiten |
| Dynamic Workflows | Nächste Prozessschritte abhängig vom konkreten Fall steuern |
| E-Signatur | Vertragsunterlagen im digitalen Prozess mit EES, FES oder QES unterzeichnen |
Paperfly Agents können beispielsweise Dokumente klassifizieren, Informationen extrahieren und definierte Abgleiche durchführen. Rating, Risikomodell, Pricing und Kreditentscheidung bleiben jedoch bei der Bank.
Consent bleibt Teil der FiDA-Journey
Bevor Daten in einen Prozess einfließen können, benötigt die Bank eine entsprechende Kundenfreigabe. Consent ist deshalb kein vorgeschaltetes juristisches Detail, sondern Teil der Customer Journey. Der Nutzer muss verstehen, welche Daten für welchen Zweck verwendet werden. Die Zustimmung muss nachvollziehbar dokumentiert werden.
Der ausführliche Paperfly-Leitfaden zur FiDA-Umsetzung behandelt diese Consent-to-Service-Journey im Detail und betrachtet unter anderem Consent, Evidence, Audit-Trail, Widerruf und anschließende Service-Aktivierung.
Vom Modell zum eigenen FiDA-Business-Case
Der Potenzialrechner soll keine fertige Wirtschaftlichkeitsrechnung vorgeben. Er soll den Einstieg erleichtern. Statt allgemein über „Effizienz durch Open Finance“ zu sprechen, lässt sich mit wenigen Kennzahlen eine deutlich konkretere Diskussion führen:
- Wie groß ist der Prozess?
- Wie viel aktive Bearbeitungszeit steckt heute darin?
- Was davon entfällt möglicherweise, wenn strukturierte Finanzdaten direkt nutzbar sind?
- Welche manuellen Tätigkeiten bleiben?
- Und welche Investition steht diesem Effekt gegenüber?
Fazit: FiDA wirtschaftlich dort bewerten, wo der Prozess stattfindet
FiDA schafft einen Rahmen für den kontrollierten Zugang zu Finanzdaten. Ob daraus für eine Bank wirtschaftlicher Wert entsteht, hängt vom Folgeprozess ab. Genau dafür ist der FiDA-Potenzialrechner gedacht: Nicht um einen pauschalen ROI für FiDA zu versprechen, sondern um aus den eigenen Prozessdaten einen überprüfbaren Business Case zu entwickeln.
FAQ: FiDA-Potenzialrechner für Banken
Ist FiDA bereits endgültig beschlossen?
Stand September 2026 befindet sich FiDA weiterhin im europäischen Gesetzgebungsverfahren. Der Rechner bildet deshalb keine endgültig regulatorisch vorgeschriebene Prozessarchitektur ab, sondern modelliert mögliche wirtschaftliche Effekte einer strukturierten Finanzdatennutzung im Kreditprozess. Legislative Observatory
Sind die Werte im Rechner Branchenbenchmarks?
Die voreingestellten Bearbeitungszeiten, Kosten und Investitionsannahmen dienen als Modellwerte. Für einen institutseigenen Business Case sollten sie durch reale Prozessdaten der Bank ersetzt werden.
Ersetzt FiDA Dokumente vollständig?
Welche zusätzlichen Unterlagen benötigt werden, hängt vom konkreten Kreditfall ab. Bei Modernisierungsfinanzierungen können beispielsweise Angebote, Sicherheiten- oder Förderunterlagen notwendig bleiben. Bei KMU-Finanzierungen können BWA, Jahresabschluss, Sicherheiten oder Projektunterlagen relevant sein.
Welche Kreditprozesse lassen sich modellieren?
Der Rechner bildet aktuell Modernisierungskredite, KMU-Finanzierungen, Fremdkredite beziehungsweise Umschuldungen sowie eine übergreifende Betrachtung ab. Die zugrunde liegenden Prozessparameter können anschließend individuell angepasst werden.
Mini-Glossar: Was bedeutet eigentlich?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| FiDA | Financial Data Access: Vorgeschlagener EU-Rahmen für den kontrollierten Zugang zu Finanzdaten über klassische Zahlungskonten hinaus. |
| Data User | Akteur, der mit entsprechender Kundenfreigabe Finanzdaten für einen definierten Service nutzen kann. |
| FTE | Full-Time Equivalent: Rechnerische Vollzeitkapazität auf Basis der zugrunde gelegten produktiven Arbeitsstunden. |
| Break-even | Zeitpunkt, an dem der kumulierte wirtschaftliche Effekt die für das Modell angesetzten Investitionskosten ausgleicht. |
| Human-in-the-Loop | Prozessprinzip, bei dem standardisierbare Schritte automatisiert laufen und definierte Ausnahmen gezielt an Mitarbeiter übergeben werden. |
| Customer Journey | Durchgängiger Ablauf aus Kundensicht, von Datenerfassung und Nachweisen bis zu Entscheidung, Vertrag und Abschluss. |
