Die Zukunft gehört Finanzinstituten, die Prozesse konsequent digital gestalten. Ob Kreditantrag, Kontoeröffnung oder interne Freigabe: Jeder manuelle Schritt kostet Zeit, Geld und Nerven. Digitale Workflows reduzieren Bearbeitungszeiten um bis zu 60 % und halbieren Fehlerquoten. Das Ergebnis: messbarer ROI durch Automatisierung. Sichtbar vom ersten Prozess an.
Serie: Von Papier zu Performance
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Teil 1/5 - Von Papier zu Performance: Warum Banken End-to-End digitalisieren müssen
Kosten- und Risikotreiber papierbasierter Abläufe: plus Roadmap für durchgängige Workflows. -
Teil 2/5 - PDF ≠ digital: Wie Banken PDFs endlich smart nutzen
Warum „PDF speichern“ kein Prozess ist und wie aus PDFs strukturierte, prüfbare Daten werden. -
Teil 3/5 - Beweiswert digitaler Dokumente: rechtssicher digital in Banken
Beweiswert, Audit-Trail, Signaturen: was für Revisions- und Aufsichtsfestigkeit wirklich zählt. -
Teil 4/5 - Digitale Wettbewerbsfähigkeit: wie Banken im digitalen Wettbewerb mithalten
Welche Fähigkeiten Banken jetzt brauchen und welche Prozessmetriken den Unterschied messbar machen. -
Teil 5/5 - Workflow-Automatisierung: Schritt-für-Schritt zum papierlosen Prozess
Wie Workflow-Automatisierung eine belastbare Prozessinfrastruktur schafft: schneller, regelkonform
Das erwartet Sie in diesem Artikel:
- Grundlagen der Workflow-Automatisierung in Banken
- Papierloser Prozess: Vorteile und ROI
- Referenz-Case: Kreditantrag (Retail-Banking)
- Schritt-für-Schritt: Umsetzung mit Paperfly
- Compliance und Risikomanagement
- Integration von SaaS-Tools und KI
- Case Study: Digitale Transformation einer Genossenschaftsbank
- Zusammenfassung & nächste Schritte
- Häufige Fragen (FAQ)
Grundlagen der Workflow-Automatisierung in Banken
Viele Routineabläufe lassen sich digital abbilden. Digitale Workflows bilden dabei die Basis für effiziente, transparente Bankprozesse. Sie automatisieren Aufgaben, verbinden Abteilungen und sorgen für eine revisionssichere Ablage.
Typische Anwendungsfälle digitaler Workflows in Banken:
Praxis-Tipp: Wählen Sie zum Start genau einen Use Case aus jeder Kategorie (Kredit, Konto, interne Freigaben) und schätzen Sie grob Volumen und Bearbeitungszeit. Diese Zahlen brauchen Sie später für den ROI-Vergleich.
Typisches Anti-Pattern: „PDF ist schon digital.“
Formulare werden online bereitgestellt, aber Prüfung, Nachforderung, Freigaben und Ablage laufen weiter über E-Mail, PDFs und manuelle Übergaben.
Ursache: Es fehlt ein durchgängiger Workflow mit klaren Rollen/IKS-Kontrollpunkten, Validierungen und einem verbindlichen „Single Source of Truth“ für Status, Versionen und Dokumente.
Papierloser Prozess: Vorteile und ROI
Die Umstellung auf papierlose Workflows bringt Banken messbare Effizienzgewinne. Durch die Automatisierung repetitiver Aufgaben können Bearbeitungszeiten deutlich reduziert werden.
Praxisbeispiele zeigen, dass manuelle Tätigkeiten um bis zu 60 % sinken.
Der ROI digitaler Workflows zeigt sich sowohl in der Zeitersparnis, als auch in der Kostenreduktion: Weniger manuelle Eingriffe, kürzere Durchlaufzeiten und reduzierte Druck- und Versandkosten führen zu messbaren Einsparungen.
Referenz-Case: Kreditantrag (Retail-Banking)
Im folgenden Referenz-Case sehen Sie, wie sich ein klassischer Konsumentenkredit im Retail-Banking entwickelt, wenn er von Papier auf einen durchgängig digitalen Workflow mit Paperfly umgestellt wird.
Ausgangslage (vor der Digitalisierung)
- Prozess: Konsumentenkredit / Ratenkredit
- Volumen: ca. 800 Anträge/Monat
- Durchlaufzeit: Ø 10 Kalendertage
- Manuelle Arbeitszeit pro Antrag: Ø 45 Minuten
- Fehlerquote: ca. 15 % (fehlende Unterlagen, Rückfragen, Doppeleingaben)
- Direkte Prozesskosten pro Antrag: ca. 200 € inkl. Sachkosten (Druck, Versand, Handling); sowie manueller Bearbeitung und Nacharbeit
Nach Einführung eines digitalen Workflows mit Paperfly
Ergebnis nach 6-9 Monaten Betrieb:
- Durchlaufzeit: von 10 auf 4 Tage (≈ -60 %)
- Manuelle Arbeitszeit pro Antrag: von 45 auf 18 Minuten (≈ -60 %)
- Fehlerquote: von 15 % auf 5 % (-10 Prozentpunkte)
- Direkte Prozesskosten pro Antrag: von ca. 200 € auf 80-100 € (≈-50 %)
- Monatliche Gesamtersparnis: ca. 20.000-25.000 €
Messrahmen Referenz-Case Kreditantrag: Zeitraum: 6-9 Monate · Population: alle Konsumentenkredite im definierten Pilotsegment · Methode: Vorher/Nachher-Vergleich mit gleichen Kriterien · Datenquellen: Kernbanksystem, Workflow-/Signaturlogs, DMS/Audit-Trail · Reporting: monatlich (Median, P90, STP-Quote, Kosten/Fall).
Schritt-für-Schritt: Umsetzung mit Paperfly
Mit den folgenden fünf Schritten führen Sie einen ersten digitalen Workflow als Pilot ein: von der Auswahl des Prozesses über die Modellierung bis zum Monitoring. Orientieren Sie sich dabei an den Checklisten und passen Sie diese an Ihre Haus-spezifischen Vorgaben an.
1. Pilotprozess definieren
Der erste Schritt ist die Auswahl eines klar abgrenzbaren Workflows. Er sollte standardisiert, aber gleichzeitig geschäftskritisch sein, wie z. B. Kreditanträge oder interne Freigaben. Ziel ist es, die Prozess-Automatisierung unter realen Bedingungen zu testen.
Die Ausgangslage & zur Vorbereitung:
- Prozessschritte identifizieren und dokumentieren
- KPI-Parameter festlegen: Bearbeitungszeit, Fehlerquote, Compliance-Check inkl. MaRisk-Check für kritische Prozessschritte
- Verantwortliche Personen und Stakeholder bestimmen
- Schnittstellen zu Systemen definieren
- IKS-Kontrollpunkte definieren: Wo greifen Vier-Augen-Prinzip und kontrollierte Freigaben?

2. Workflows digital abbilden
Nachdem der Pilotprozess feststeht, geht es darum, diesen in Paperfly Schritt für Schritt digital umzusetzen. Nutzen Sie dazu die angebotenen, vorgefertigten Bausteine, die sich per Drag-&-Drop zu einem durchgängigen Workflow zusammenstellen lassen: ganz ohne IT-Kenntnisse.
Aufgaben, Freigaben und Genehmigungen werden so strukturiert erfasst und automatisch mit einem lückenlosen Audit-Trail versehen.
Checkliste für die digitale Abbildung:
3. Rollen & Berechtigungen festlegen
In digitalen Workflows ist eine klare Rollen- und Berechtigungsstruktur entscheidend. Paperfly ermöglicht es, Rollen eindeutig zu definieren und den entsprechenden Freigaben zuzuordnen.
Rollen, Teams & Berechtigungen festlegen
| Rolle | Zugriff / Berechtigung |
|---|---|
| Sachbearbeiter Kredit | Daten erfassen, Dokumente hochladen |
| Teamleiter Kredit | Prüfung, Genehmigung, Kommentare hinzufügen |
| Compliance Officer | Vollständige Einsicht, Prüfprotokolle erstellen |
| Backoffice / Archiv | Dokumente einsehen, archivieren |
| IT-Administrator | Systemrechte konfigurieren, Berechtigungen prüfen |
Audit-Vermerk: jeweils Zeitstempel + UserID
4. Schulung und Change-Management
Die Einführung digitaler Workflows gelingt dank Paperfly schnell: Statt monatelanger IT-Projekte lässt sich ein erster digitaler Workflow mit Paperfly in wenigen Stunden aufsetzen.
| Manuelle Schritte (vorher) | Digitale Workflows (nachher) |
|---|---|
| Formulare ausdrucken | Digitales Formular direkt ausfüllen |
| Unterschrift per Post einholen | Elektronische Signatur in Paperfly |
| Daten Feld für Feld übertragen | Automatische Datenübernahme |
| Status manuell prüfen | Automatisierte Umsetzung |
Ihre Mitarbeiter sehen direkt, wie die bisherigen manuellen Abläufe in digitale Workflows überführt werden. Durch diese Transparenz und den unmittelbaren Praxisbezug steigt die Akzeptanz, während der Schulungsaufwand minimal bleibt.
5. Monitoring & kontinuierliche Optimierung
Ein kontinuierliches Monitoring ist entscheidend, um den Nutzen digitaler Workflows messbar zu machen: Engpässe erkennen, Prozesse gezielt anpassen und Optimierungspotenziale umsetzen.
Gehen Sie beim Monitoring pragmatisch vor:
- Legen Sie 3-5 Kernkennzahlen fest (z. B. Durchlaufzeit, Fehlerquote, STP-Quote (Straight Through Processing), Kosten/Fall).
- Vergleichen Sie monatlich Median und P90 (konservative Schätzung) mit dem Vorher-Niveau.
- Stoßen Sie Optimierungen nur dort an, wo Abweichungen oder wiederkehrende Fehler auftreten.
So bleibt die Workflow-Effizienz transparent und Sie können zeitnah reagieren, wenn Abweichungen oder wiederkehrende Fehler auftreten.
Compliance und Risikomanagement
Digitale Workflows müssen effizient sein, aber auch regulatorischen Anforderungen gerecht werden. Paperfly erstellt für jeden Prozessschritt Audit-Protokolle, die Nachvollziehbarkeit und Transparenz gewährleisten.
Hinweis: Banken können die Einhaltung von MaRisk, BaFin-Vorgaben (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) und DSGVO-Anforderungen jederzeit dokumentieren.
Pflichten in der Praxis: Nachweise digitaler Prozesse
| Pflicht | Praxis / Paperfly-Umsetzung | Nachweis / Audit |
|---|---|---|
| MaRisk-konforme Prozessfreigaben | Rollen- und Berechtigungskonzepte in Paperfly | Automatische Audit-Trails je Freigabe |
| DSGVO-konforme Datenverarbeitung | Verschlüsselte Speicherung und Zugriffskontrolle | Protokollierte Zugriffe und Änderungen |
| Dokumentationspflicht | Digitale Ablage mit Versionierung | Vollständige Historie und Änderungslog |
| Audit-Fähigkeit | Dashboards und strukturierte Reports | Exportfähige Audit- und Prüfberichte |
Compliance-Check vor Go-live mit drei Fragen:
- Sind alle MaRisk-relevanten Freigaben im Workflow als Rollen/Berechtigungen abgebildet (inkl. Vier-Augen-Prinzip)?
- Sind die im System automatisch protokollierten Audit-Daten (wer/was/wann/womit) mit Compliance und Revision abgestimmt?
- Sind Aufbewahrungsort und -fristen (Kernbank/DMS/Archiv) für die erzeugten Dokumente geklärt?
Integration von SaaS-Tools und KI
Die Integration von SaaS-Lösungen wie Paperfly in Bankprozesse ermöglicht nicht nur die digitale Abbildung von Workflows, sondern auch die KI-gestützte Optimierung. Formulare werden automatisch auf Vollständigkeit geprüft, Eingaben validiert und potenzielle Fehler erkannt, bevor sie den nächsten Prozessschritt erreichen.
KI-gestützte Optimierung vs. manuelle Bearbeitung
| Prozessschritt | Manuell | Mit SaaS & KI (Paperfly) | Vorteil |
|---|---|---|---|
| Formularprüfung | Mitarbeiter kontrolliert | Automatische Validierung | Fehlerreduktion, Zeitersparnis |
| Datenabgleich | Kopieren / Prüfen von Hand | Automatischer Abgleich & Feldvalidierung | Effizienzsteigerung |
| Genehmigungsworkflow | E-Mail / PDF-Rundlauf | Digitale Freigabe inkl. Audit-Trail | Transparenz & Compliance |
Wo „papierlos“ in der Praxis scheitert und wie der Workflow es schließt
In vielen Banken ist der Prozess zwar „digital gestartet“ (PDF / Online-Formular), aber operativ nicht digital abgeschlossen: fehlende Validierungen erzeugen Nachfragen, Dokumente liegen in unterschiedlichen Versionen vor, Freigaben werden per E-Mail eingeholt und die Ablage im DMS erfolgt verspätet oder uneinheitlich.
Das treibt Durchlaufzeit, Fehlerquote und Audit-Aufwand, obwohl die Daten grundsätzlich vorhanden sind.
- Validierung im Eingang: Pflichtfelder, Plausibilitäten und Vollständigkeit werden direkt beim Erfassen geprüft, statt Fehler erst im Backoffice zu finden.
- Nachforderung automatisieren: Fehlende Unterlagen werden regelbasiert angefordert (inkl. Fristen / Status), ohne manuelles „Hinterhertelefonieren“.
- Audit-Trail standardisieren: Jeder Schritt (Upload, Prüfung, Freigabe, Signatur) wird versioniert und nachvollziehbar protokolliert, als Prüfspur statt E-Mail-Historie.
- Signaturlevel passend wählen: EES / FES / QES werden pro Vorgang definiert und im Workflow konsistent umgesetzt, nicht fallweise improvisiert.
Case Study: Digitale Transformation einer Genossenschaftsbank
Digitale Workflows zeigen ihre Wirkung besonders bei standardisierten, hochvolumigen Prozessen. In der Kreditabteilung einer regionalen Genossenschaftsbank mit starkem Retail-Schwerpunkt, wurde der standardisierte Prozess für Kreditanträge automatisiert:
Ergebnisse:
- Bearbeitungszeit: von 10 auf 6 Tage reduziert → 35-40 % Zeitersparnis
- Fehlerquote: Rückfragen durch fehlende Unterlagen von 5 % auf 1 % gesenkt
- STP-Quote: von 0 % auf 30-35 % vollautomatische Durchläufe ohne manuelle Eingriffe
- Compliance & IKS: Jeder Schritt mit Audit-Trail dokumentiert; Vier-Augen-Prinzip und Limitentscheidungen vollständig digital protokolliert
- Kundenerlebnis: Weniger Medienbrüche, schnellerer Service
Nach der vollständigen Digitalisierung aller Kernprozesse erzielte die Bank beeindruckende Effekte:
- 45-55 % schnellere Bearbeitungszeiten: Anträge werden deutlich schneller abgeschlossen
- 40-50 % weniger Fehler: Rückfragen und Nacharbeit im Backoffice stark reduziert
- ca. 60 % reduzierter Audit-Aufwand: Prüfungen der Verbund- und Aufsichtsstellen werden effizienter und planbarer
- OPEX/Fall: -25-30 % in den digitalisierten Prozessen → spürbarer Beitrag zur Cost-Income-Ratio
- NPS (Net Promoter Score) im Retail-Segment: zweistelliger Anstieg durch transparente Status-Informationen und kürzere Wartezeiten
Messrahmen: Durchlaufzeiten, Fehlerquote, STP-Quote, Audit-Aufwand, OPEX/Fall und CIR-Effekte wurden über 9 Monate gemessen (Vorher/Nachher-Vergleich). Die Ergebnisse sind übertragbar auf Konto- und Depot-Eröffnungen sowie weitere Kreditprozesse bei ähnlicher Prozessreife.
Zusammenfassung & nächste Schritte
Pilotprojekte zeigen, dass sich Investitionen in Workflow-Automatisierung schon nach wenigen Monaten auszahlen: durch geringere Prozesskosten, schnellere Entscheidungen und transparentere Abläufe.
Nächste Schritte mit Paperfly: Pilotprozess wählen, Workflows zusammenstellen und Ergebnisse skalieren.
Zum Abschluss: Ihr 3-Schritte-Plan für den Start mit Paperfly
- Pilotprozess auswählen: z. B. Konsumentenkredit oder interne Kostenfreigabe inklusive Volumen und aktueller Bearbeitungszeit.
- Workflow modellieren & testen: Prozess in Paperfly abbilden, Rollen & IKS-Kontrollpunkte setzen, Testläufe mit ausgewählten Sachbearbeitern durchführen.
- Messen & skalieren: KPIs monatlich auswerten (Durchlaufzeit, Fehlerquote, Kosten/Fall, Audit-Aufwand) und bei Erfolg auf weitere Prozesse (Konto-/Depot-Eröffnung, Kartenprozesse) ausweiten.
Wann Workflow-Automatisierung mit Paperfly gut passt und wann nicht
Geeignet für: Standardisierte, wiederkehrende Retail-Prozesse mit klaren Regeln und Dokumentenlisten, z. B. Konto-/Depoteröffnung, Konsumentenkredit, KYC- / Dokumentennachforderung, interne Freigaben und Unterschriftenläufe.
Nicht geeignet: Hochindividuelle Spezialfälle mit wechselnden Prüfpfaden, Einzelfall-Gremienkaskaden oder stark fallabhängigen Ausnahmen: hier braucht es vorab eine sauber definierte Entscheidungslogik, Rollenmodell und Eskalationsregeln.
Häufige Fragen (FAQ)
Was ist ein digitaler Workflow in Banken?
Ein digitaler Workflow ist die elektronische Abbildung eines Geschäftsprozesses, etwa einer Kontoeröffnung oder Kreditprüfung, bei dem Aufgaben, Freigaben und Dokumente vollständig digital bearbeitet werden.
Das sorgt für Transparenz, geringere Fehlerquoten und Compliance-Sicherheit nach MaRisk, BaFin und DSGVO. Digitale Workflows ersetzen manuelle Zwischenschritte, senken Bearbeitungszeiten und ermöglichen einheitliche Audit-Protokolle über alle Prozessstufen hinweg.
Wie messe ich den ROI einer Workflow-Automatisierung?
Der ROI wird über Kennzahlen wie Bearbeitungszeit, Fehlerquote und Prozesskosten gemessen, die durch Automatisierung signifikant sinken. Typische Ergebnisse aus der Praxis: bis zu 60 % schnellere Abläufe und 50 % weniger Fehler in Kreditprozessen.
Welche Compliance-Anforderungen gelten für digitale Workflows?
Digitale Workflows in Banken müssen MaRisk-, BaFin- und DSGVO-Vorgaben erfüllen, um Prüf- und Nachweispflichten rechtssicher zu gestalten.
Paperfly unterstützt das durch Audit-Trails, Berechtigungsmanagement und revisionssichere Archivierung. Jeder Schritt wird automatisch dokumentiert: ideal für interne Audits und externe Prüfungen.
Wie lässt sich Paperfly in bestehende Bankprozesse integrieren?
Paperfly integriert sich nahtlos über APIs und Standardschnittstellen in Kernbank-, DMS- oder CRM-Systeme. So bleiben bestehende IT-Landschaften erhalten, während Prozesse digitalisiert und beschleunigt werden. Die Integration erfordert weder Systembrüche noch aufwändige Migrationen.
Wie starte ich einen Pilotprozess mit Paperfly?
Wählen Sie einen klar umrissenen Prozess wie Kreditfreigabe oder interne Kostenprüfung und definieren Sie Kennzahlen. Paperfly macht aus diesem Prozess in wenigen Stunden einen digitalen Workflow. Innerhalb von vier bis sechs Wochen lassen sich messbare Verbesserungen in Zeit, Qualität und Compliance erzielen.
Wie viele interne FTE (Full-Time Equivalent) brauche ich für ein Pilotprojekt mit Paperfly?
Der Aufwand bleibt überschaubar und verteilt sich auf mehrere Rollen. In Projekten mit Volksbanken und Sparkassen sehen wir typischerweise:
- Fachbereich (Prozessverantwortung): 1 Person mit ca. 10-25 % Kapazität für Konzeption, Tests und Abstimmung
- 2–3 Power-User / Sachbearbeiter: je ca. 5-15 % Kapazität für Tests, Feedback und Schulung im Team
- Organisation / IT / Compliance: zusammen ca. 5 % Kapazität: vor allem für Freigaben, Risiko- und MaRisk-/DSGVO-Prüfungen
In Summe bindet ein Pilotprojekt über mehrere Monate hinweg typischerweise rund 0,3–0,7 FTE, verteilt auf verschiedene Personen. Der Vorteil: Die Fachbereiche können viel selbst gestalten, während IT und Governance eingebunden bleiben, ohne ein eigenes Großprojekt aufzusetzen.
Welche Rolle spielen IT und Rechenzentrum?
Paperfly ist so ausgelegt, dass Fachbereiche einen Pilot-Workflow selbst konfigurieren können. IT und Rechenzentrum bleiben dabei aber ausdrücklich im Boot:
- IT / Informationssicherheit: Bewertung der Lösung, Prüfung von Schnittstellen, Berechtigungen und Sicherheitskonzept
- Rechenzentrum / Dienstleister: Abstimmung zu Auslagerungsfragen, ggf. Freigabe der Anbindung über Standard-Schnittstellen (z. B. APIs, SFTP)
- Organisation / Prozesse: Sicherstellen, dass der digitale Workflow zu den bestehenden Richtlinien, MaRisk-/BAIT-Vorgaben und IKS-Kontrollpunkten passt
Workflows können Sie vollständig ohne Änderungen an bestehenden Systemen umsetzen und auch spätere Ausbaustufen lassen sich gleichermaßen flexibel integrieren: keine monatelangen IT-Projekte, keine eigenen Entwicklungsstrecken. Der Schwerpunkt liegt bewusst im Fachbereich.
Der erste Pilot kann in wenigen Stunden technisch stehen, die Einführung ins Haus erfolgt aber wie gewohnt über Ihre etablierten IT-, Informationssicherheits- und Gremienprozesse. Der zusätzliche Aufwand für Ihre IT bleibt damit sehr gering und konzentriert sich auf Bewertung und Freigabe, nicht auf Entwicklung.
Mit welchem Budgetrahmen sollte eine Bank für Workflow-Automatisierung rechnen: eher vier- oder eher fünfstelliger Bereich?
Der Budgetbedarf hängt stark von Größe, Prozessvolumen und Umfang des Rollouts ab. Zur Orientierung:
- Für einen klar umrissenen Pilot (1-2 Prozesse, begrenzter Nutzerkreis, kleines, überschaubares Volumen) liegt der jährliche SaaS-Budgetrahmen in der Praxis typischerweise im vierstelligen Bereich.
- Fünfstellige Beträge werden meist erst dann relevant, wenn a) mehrere Prozesse parallel digitalisiert werden, b) viele Fachbereiche und Standorte angebunden sind oder c) Lösungen hausübergreifend (z. B. in Verbund- oder Gruppenstrukturen) ausgerollt werden.
Wichtig ist der Blick auf die Relation: Schon bei einem Prozessvolumen von einigen hundert Fällen pro Monat können Einsparungen in Zeit, Fehlerquote und OPEX (Operational Expenditures, Betriebskosten) dazu führen, dass sich die Investition innerhalb von wenigen Monaten amortisiert: je nach Ausgangslage Ihrer Bank und gewähltem Pilotprozess.
Zurück zur Serie: Von Papier zu Performance: End-to-End-Digitalisierung in Banken (Überblick & Einstieg)Mini-Glossar zur Workflow-Automatisierung
Workflow-Automatisierung: End-to-End-Steuerung eines Vorgangs (Erfassung → Prüfung → Freigabe/Signatur → Ablage) mit Regeln, Statuslogik und automatischem Routing statt manueller Übergaben.
Audit-Trail: Revisionssichere Protokollspur, die dokumentiert, wer wann was getan hat (z. B. Upload, Prüfung, Freigabe, Signatur); inklusive Versionen und Zeitstempeln.
STP (Straight Through Processing): Anteil der Fälle, die ohne manuelle Eingriffe vollständig automatisiert durchlaufen; zentrale Kennzahl für Automatisierungsgrad und Skalierbarkeit.
IKS (Internes Kontrollsystem): Gesamtheit definierter Kontrollen (z. B. Vier-Augen-Prinzip, Berechtigungen, Pflichtfelder, Freigaben), die Fehler, Betrug und Regelverstöße systematisch verhindern bzw. nachweisbar machen.
MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement): Aufsichtliche Vorgaben für Banken in Deutschland, die u. a. Governance, Prozesse, Kontrollen und Nachvollziehbarkeit im Risikomanagement regeln.
OPEX / CIR: OPEX sind operative Prozesskosten im laufenden Betrieb (Bearbeitung, Nacharbeit, Rückfragen). CIR (Cost-Income-Ratio) ist das Verhältnis von Kosten zu Erträgen; Prozessautomatisierung wirkt typischerweise über sinkende OPEX auf die CIR.
