Stellen Sie sich vor, ein Neukunde möchte ein Depot eröffnen: Daten werden direkt erfasst, Formulare automatisch geprüft, Identitäten per ID-Verifizierung validiert. Dieser Geschwindigkeitsvorteil ist mehr als nur ein Komfortgewinn für Kunden.
Für Banken bedeutet er höhere Conversion, reduzierte Fehlerquoten und messbaren ROI. Digitale Workflows transformieren nicht nur einzelne Prozesse, sondern schaffen einen strategischen Vorteil im Wettbewerb.
In diesem Artikel erfahren Sie praxisnah, wie Banken interne Prozesse digitalisieren, nahtlose Customer Journeys gestalten und durch Workflow-Automatisierung messbare Effizienz- und Kostengewinne erzielen.
Serie: Von Papier zu Performance
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Teil 1/5 - Von Papier zu Performance: Warum Banken End-to-End digitalisieren müssen
Kosten- und Risikotreiber papierbasierter Abläufe: plus Roadmap für durchgängige Workflows. -
Teil 2/5 - PDF ≠ digital: Wie Banken PDFs endlich smart nutzen
Warum „PDF speichern“ kein Prozess ist und wie aus PDFs strukturierte, prüfbare Daten werden. -
Teil 3/5 - Beweiswert digitaler Dokumente: rechtssicher digital in Banken
Beweiswert, Audit-Trail, Signaturen: was für Revisions- und Aufsichtsfestigkeit wirklich zählt. -
Teil 4/5 - Digitale Wettbewerbsfähigkeit: wie Banken im digitalen Wettbewerb mithalten
Welche Fähigkeiten Banken jetzt brauchen und welche Prozessmetriken den Unterschied messbar machen. -
Teil 5/5 - Workflow-Automatisierung: Schritt-für-Schritt zum papierlosen Prozess
Wie Workflow-Automatisierung eine belastbare Prozessinfrastruktur schafft: schneller, regelkonform
Das erwartet Sie in diesem Artikel:
- Warum digitale Wettbewerbsfähigkeit für Banken entscheidend ist
- Typische Schmerzpunkte in analogen Prozessen
- Effizienzgewinne durch digitale Workflows
- Nahtlose Customer Journeys als Wettbewerbsvorteil
- Referenz-Case: Digitale Depoteröffnung als Wettbewerbshebel
- Integration von Paperfly in bestehende Systeme
- ROI-Perspektive für Banken: Zeitersparnis, Kosteneffekte & messbarer Mehrwert
- Compliance & Risikominimierung durch digitale Prozesse
- Praxisnahe Umsetzung digitaler Workflows in Banken
- Digitale Workflows in der Praxis: Effizienz- und Conversion-Gewinne sichtbar machen
- Zusammenfassung & Handlungsempfehlungen
- Fragen (FAQ) zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit von Banken
Warum digitale Wettbewerbsfähigkeit für Banken entscheidend ist
Der Wettbewerb im deutschen Retail-Banking spitzt sich zu: Laut der McKinsey-Studie 2025 „German Retail Banking Report“ verlagern sich über 70 % aller Neukundenkontakte in den digitalen Raum. Geschwindigkeit, fehlerfreie Prozesse und personalisierte Services werden zu entscheidenden Differenzierungsmerkmalen.
Banken sollten Teil digitaler Ökosysteme werden. Dabei spielt nicht nur Technologie eine Rolle, sondern auch die Fähigkeit, sie mit bestehenden Kernbankensystemen zu verknüpfen.
Vergleich: Digitale Champions vs. Nachzügler im Bankensektor
| Merkmal | Digitale Champions | Nachzügler |
|---|---|---|
| Onboarding-Dauer | < 5 Minuten, volldigital | 1-3 Tage, manuelle Dokumente |
| Fehlerquote | < 1 % dank Validierung & Automatisierung | 8-12 % durch manuelle Eingaben |
| Kundenzufriedenheit (NPS) | +45 Punkte | < 10 Punkte |
| Time-to-Market neuer Produkte | Wochen | Monate |
| Wettbewerbsvorteil | Geschwindigkeit, CX (Customer Experience), Skalierbarkeit | Prozesskosten, Risiko & Medienbrüche |
Messrahmen: Zeitraum 6-12 Monate, Population: Onboarding-/Konto-/Depot-Strecken, Methode: Vorher/Nachher (Matching), Datenquellen: Workflow-Logs, CRM, NPS, Kostenstellen, Reporting: monatlich (Median, P90). Hinweis: Werte sind typische Bandbreiten aus Vorher/Nachher-Vergleichen in Digitalisierungsprojekten; tatsächliche Effekte variieren nach Prozessreife und Produkt.
Typische Schmerzpunkte in analogen Prozessen
Analoge Prozesse sind heute nicht nur ein Effizienzthema, sondern ein Wettbewerbsrisiko. Während Direktbanken und FinTechs Konto- oder Depoteröffnungen in Minuten abwickeln, warten Kunden bei papierbasierten Strecken oft mehrere Tage auf die Aktivierung. Gerade jüngere Kundensegmente wechseln in solchen Situationen schnell den Anbieter.
Wettbewerblich relevante Schwachstellen analoger Prozesse:
- Lange Time-to-Activate: Zwischen Antrag und nutzbarem Konto/Depot vergehen bei analogen Strecken fünf bis sieben Tage. Digitale Wettbewerber aktivieren Kunden oft „von heute auf morgen“ und gewinnen so Abschlüsse, bevor der klassische Prozess überhaupt fertig ist.
- Hohe Abbruch- und Wechselquote: Medienbrüche, Papierformulare und nachträgliche Nachforderungen treiben Abbrüche nach oben. Gerade digital affine Kunden brechen Prozesse ab oder wechseln zu Anbietern mit vollständig digitalem Onboarding.
- Eingeschränkte Attraktivität für jüngere Zielgruppen: Kunden, die digitale Self-Service-Strecken gewohnt sind, empfinden papierbasierte Wege als „nicht zeitgemäß“. Das wirkt sich unmittelbar auf Net Promoter Score, Empfehlungsbereitschaft und Markenwahrnehmung aus.
- Filial- und Öffnungszeiten als Flaschenhals: Analoge Prozesse sind oft an Filialzeiten gebunden. Digitale Player bieten 24/7 Onboarding und Service: ein klarer Vorteil im Wettbewerb um mobile, berufstätige Kundensegmente.
Jeder zusätzliche Antrag erzeugt mehr Papier, mehr Scan-Aufwand und manuelle Prüfung.
Digitale Workflows skalieren annähernd linear: das erlaubt Wachstum, ohne die Cost-Income-Ratio weiter zu belasten.
Digitale Workflows lösen diese Schwachstellen nicht nur intern, sondern zahlen direkt auf Marktziele ein: schnellere Aktivierung, geringere Abbrüche, höhere Attraktivität für digitale Kundensegmente und mehr Spielraum in der Preis- und Produktgestaltung.
Effizienzgewinne durch digitale Workflows
Moderne Workflow-Automatisierung, wie sie z. B. Paperfly ermöglicht, reduziert nicht nur interne Aufwände. Sie entscheidet darüber, wie schnell Produkte im Markt sind, wie reibungslos Service erlebt wird und wie skalierbar das Geschäftsmodell einer Bank ist: also über echte Wettbewerbsfähigkeit.
Zentrale Effekte digitaler Workflows auf einen Blick & ihr Impact auf die Marktposition
| Effekt / Kennzahl | Analoger Prozess | Digitaler Workflow | Nutzen für die Bank / Wettbewerbsimpact |
|---|---|---|---|
| Bearbeitungszeit Kreditentscheidung | 3-5 Tage | < 1 Tag | Schnellere Kreditvergabe, höhere Kundenzufriedenheit; verkürzte Time-to-Yes erhöht die Abschlussquote gegenüber Wettbewerbern mit langen Entscheidungswegen. |
| Fehlerquote bei Formularen & Daten | 12-18 % | 2-4 % | Weniger Nachfragen, geringere Betriebskosten; weniger Abbrüche im Onboarding, stabilere Customer Experience über alle Kanäle hinweg. |
| Service-Anfragen Bearbeitungszeit | 24-48 h | 2-4 h | Effizienterer Kundenservice; Service-Level, die mit digitalen Wettbewerbern mithalten können, statt Kunden an Direktbanken und FinTechs zu verlieren. |
| Compliance-Check & Audit-Reporting | Manuell, zeitaufwendig | Automatisch, lückenlos | Reduziertes Risiko; Ressourcen wandern von manueller Nacharbeit hin zu markt- und kundenorientierten Projekten (z. B. neue digitale Produkte). |
| Kosten pro Fall / Dokument | Hoch | Niedrig | Einsparungen, bessere Skalierbarkeit; mehr Spielraum für wettbewerbsfähige Preis- und Konditionsmodelle ohne Margenverzicht. |
Messrahmen: Zeitraum 6-12 Monate, Population: Onboarding-/Konto-/Depot-Strecken, Methode: Vorher/Nachher (Matching), Datenquellen: Workflow-Logs, CRM, NPS, Kostenstellen, Reporting: monatlich (Median, P90)
Nahtlose Customer Journeys als Wettbewerbsvorteil
Banken, die noch stark auf analoge Abläufe setzen, verlieren bis zu 25 % potenzieller Kunden bereits während des Onboardings.
Bei der Konto- oder Depoteröffnung mit Papierformularen warten Kunden oft 5-7 Tage auf die Aktivierung. Digital erledigen sie alles in unter 24 Stunden: die Bank gewinnt Kunden schneller und reduziert Abbrüche signifikant.
Weitere KPIs im Vergleich: Analoge vs. Digitale Customer Journeys
- Onboarding-Abbruchrate: Analog: 20-25 % → Digital: 5-8 %. Ergebnis: Mehr Kunden erfolgreich onboarded, höhere Umsätze.
- Formularprüfung & Fehlerkorrektur: Analog: manuell und zeitaufwendig → Digital: automatisch, Validierung in Echtzeit. Ergebnis: Reduzierte Nachfragen, geringere Fehlerquote.
- Personalisierung & Cross-Selling: Analog: eingeschränkt → Digital: datengetrieben, dynamisch. Ergebnis: Höhere Kundenbindung, bessere Up- und Cross-Selling-Potenziale.
- Kundenzufriedenheit (NPS): Analog: 60-65 → Digital: 75-80. Ergebnis: Positives Image, höhere Empfehlungsrate.
Referenz-Case: Digitale Depoteröffnung als Wettbewerbshebel
Im folgenden Beispiel sehen Sie, wie sich eine klassische Depoteröffnung in einer Regionalbank entwickelt, wenn sie von einem papierbasierten Verfahren auf einen durchgängig digitalen Workflow umgestellt wird.
Die Zahlen sind repräsentativ für viele Häuser mit starkem Filialfokus und wachsendem Online-Geschäft.
Ausgangslage (vor der Digitalisierung)
- Institut: Regionalbank mit rund 300.000 Privatkunden
- Prozess: Depoteröffnung für Retail-Kunden (Filiale + Online)
- Onboarding-Strecke: Kombination aus Papierformularen, PDFs und manueller Nachbearbeitung
- Medienbrüche: Ausdruck von Online-Formularen, Unterschrift auf Papier, postalischer Rücklauf, manuelle Prüfung
Ausgewählte Kennzahlen im Ausgangszustand
- Abbruchquote in der Online-Strecke: ca. 35-40 %
- Time-to-Activate (vom Antrag bis zur nutzbaren Depoteröffnung): Ø 3-5 Kalendertage
- NPS der Onboarding-Strecke: ca. +5
- Cross-Selling-Quote innerhalb der ersten 6 Monate (zusätzliche Produkte wie Sparplan, Tagesgeld, Kreditkarte): ca. 12 % der Neukunden

Umsetzung: Durchgängig digitale Depoteröffnung mit Paperfly
Die Bank stellt die Depoteröffnung auf einen durchgängig digitalen Workflow um, orchestriert über Paperfly:
- Digitale Antragserfassung statt PDF/Papier: Formulare mit Validierungen in Echtzeit
- Automatisierte KYC- und GWG-Prüfungen (Geldwäschegesetz) über angebundene Services (z. B. eID-Verfahren, Sanktionslisten, PEP-Checks)
- Elektronische Signatur (EES/FES/QES) direkt in der Strecke, ohne Medienbruch
- Geführte Nachforderungsprozesse (z. B. fehlende Unterlagen) per E-Mail/SMS mit Self-Service-Upload
- Automatisierte Übergabe an Kernbank- und Wertpapier-Systeme inkl. Audit-Trail
Fokus der Bank ist ausdrücklich nicht nur Effizienz, sondern:
- Senkung der Abbruchquote
- Verkürzung der Time-to-Activate
- Steigerung des NPS im Onboarding
- Erhöhung des Cross-Selling-Potenzials durch saubere Daten und einen guten ersten Eindruck
Messrahmen: Zeitraum 9 Monate · Population: alle Depoteröffnungen Retail (Filiale + Online) · Methode: Vorher/Nachher-Vergleich · Datenquellen: Workflow-Logs, CRM, Kundenzufriedenheitsbefragungen, Kostenstellen-Reporting.
Was dieser Use Case über digitale Wettbewerbsfähigkeit zeigt
So verbessern Sie den Deckungsbeitrag pro Kunde: ein klarer Vorteil in einem margenschwachen Umfeld.
Integration von Paperfly in bestehende Systeme
Die nahtlose Integration digitaler Tools in bestehende Bankprozesse ist ein entscheidender Hebel für Effizienz und regulatorische Sicherheit. Paperfly bietet eine modulare Plattform, mit der sich Customer Journeys für Bankkunden vollständig digital abbilden und End-to-End automatisieren lassen.
Mini-How-to für Entscheider:
- Analyse bestehender Workflows: Identifizieren Sie Engpässe und manuelle Schnittstellen.
- Modulweise Integration: Prozessschritte als Pilot in Paperfly modellieren.
- KPI-Monitoring einrichten: Zeitersparnis, Abbruchrate, Fehlerquote messen.
- Skalierung & Rollout: Erfolgreiche Pilotprozesse abteilungsübergreifend implementieren.
ROI-Perspektive für Banken: Zeitersparnis, Kosteneffekte & messbarer Mehrwert
Effizienzgewinne sind wirtschaftlich messbar. Banken können durch Automatisierung und KI-Einsatz erhebliche Umsatzpotenziale realisieren und gleichzeitig Kosten im operativen Geschäft reduzieren.
Beispielrechnung: Effizienz & Kostenersparnis pro Dokument
| Kennzahl | Analoger Prozess | Digitaler Prozess (z. B. Paperfly) | Nutzen / ROI für Bank |
|---|---|---|---|
| Bearbeitungszeit pro Dokument | 30 Min-1 Stunde | 5-10 Min | Zeitersparnis 70–80 %, schneller Cashflow |
| Fehlerquote / Nachbearbeitung | 5-10 % | < 1 % | Weniger Korrekturen, geringere Kosten |
| Personalkosten pro Dokument | 15 € | 2-3 € | Einsparung 12–13 €, Skaleneffekte |
| Durchlaufzeit Onboarding | 5-7 Tage | < 24 h | Schnellere Kundenaktivierung, höhere Conversion |
| ROI-Horizont Pilotprojekt | - | 3-6 Monate | Frühzeitiger Nutzen, messbarer Payback |
Compliance & Risikominimierung durch digitale Prozesse
Viele Banken in Deutschland zeigen bei KYC- und AML-Prozessen (Anti-Money Laundering) noch erhebliche Defizite auf. Digitale Workflows reduzieren regulatorische Risiken erheblich, indem sie Prozesse standardisieren, Fehlerquoten minimieren und eine lückenlose Nachverfolgbarkeit aller Aktionen gewährleisten.
Wesentliche Compliance-Vorteile digitaler Workflows:
Vertiefung (Compliance): Beweiswert digitaler Dokumente in Banken: Signatur, Audit-Trail, RevisionssicherheitPraxisnahe Umsetzung digitaler Workflows in Banken
Die Implementierung digitaler Workflows erfordert ein methodisches Vorgehen, um Effizienzgewinne, Compliance-Sicherheit und hohe Nutzerakzeptanz sicherzustellen.
Genau hier setzt Paperfly an: Die Plattform ist in vielen Instituten im Einsatz und bringt erprobte Best-Practice-Workflows, regulatorisch saubere Standards und eine klare Roadmap mit. So wird aus einer vermeintlich großen Transformationsaufgabe ein strukturiertes Projekt mit überschaubarem Aufwand und schnellen Ergebnissen.
Prozesskarte: Ist-Zustand → Pilotphase → Optimierung → Rollout
| Phase | Aktivitäten | Ziele / KPIs |
|---|---|---|
| Ist-Zustand | Prozessmapping, Dokumentenanalyse, Benchmarking | Engpässe & Fehlerquellen sichtbar machen |
| Pilotphase | Test automatisierter Workflows in ausgewähltem Bereich | Akzeptanz prüfen, erste Effizienzgewinne messen |
| Optimierung | Anpassung von Workflows, Schulung, Integration von Nutzerfeedback | Fehlerquote reduzieren, Durchlaufzeiten verkürzen |
| Rollout | Skalierung auf weitere Produkte und Abteilungen | End-to-End-Digitalisierung, ROI realisieren |
Digitale Workflows in der Praxis: Effizienz- und Conversion-Gewinne sichtbar machen
Digitale Workflows zeigen ihren Mehrwert besonders deutlich bei standardisierten, wiederkehrenden Prozessen wie Depot-Eröffnungen oder KYC-Checks. Während analoge Prozesse häufig mehrere Tage in Anspruch nehmen und fehleranfällig sind, liefern digitale Workflows signifikante Effizienz- und Conversion-Gewinne.
Lessons Learned & Best Practices:
- Pilotprojekte zuerst klein aufsetzen: Testen Sie Workflows in einem ausgewählten Produktbereich, bevor die Skalierung erfolgt.
- Automatisierte Validierung nutzen: Echtzeit-Prüfungen vermeiden Nachbearbeitung und reduzieren Fehler.
- Kundenzentrierung priorisieren: Nahtlose digitale Journeys senken Abbrüche und erhöhen Cross-Selling-Potenziale.
- Integration von Compliance früh planen: Audit-Trail, KYC/AML-Prüfungen und eIDAS-konforme Signaturen von Anfang an einbinden.
Banken, die auf digitale Onboarding-Workflows setzen, reduzieren Abbrüche deutlich und steigern gleichzeitig die Kundenzufriedenheit.Vertiefung (Strategie): Digitale Wettbewerbsfähigkeit in Banken: Fähigkeiten, KPI-Set und Roadmap
Zusammenfassung & Handlungsempfehlungen
Digitale Workflows und nahtlose Customer Journeys sind heute entscheidende Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit von Banken. Effizienzgewinne, reduzierte Fehlerquoten, höhere Kundenzufriedenheit und messbarer ROI zeigen, dass ein strategischer Fokus auf Prozessautomatisierung und digitale Tools wie Paperfly unmittelbar wirtschaftliche Vorteile liefert.
Schritt-für-Schritt-Empfehlung zum Abschluss:
- Prozesse analysieren (Engpässe, Medienbrüche und Fehlerquellen) und Pilotprojekt starten
- Abteilungsübergreifend koordinieren: IT, Fachbereiche und Compliance früh einbinden
- Ergebnisse messen & optimieren: KPI-Monitoring für Durchlaufzeiten, Fehlerquote, Conversion und NPS implementieren
- Skalierung planen: Erfolgreiche Pilotprozesse auf weitere Geschäftsbereiche übertragen.
Typische Einwände. Kurze Antworten.
- „Wir haben keine IT-Kapazität.“ → Start als Pilot; IT bleibt informiert, Fachbereich leitet an.
- „Compliance wird uns bremsen.“ → Audit-Trail + Signatur + KYC/AML werden im Workflow als Kontrollpunkte modelliert; weniger Nachschau, mehr Standardisierung.
- „Unsere Prozesse sind zu individuell.“ → Geeignet für standardisierte Strecken (Onboarding/KYC/Depot); Sonderfälle bleiben in manuellen Pfaden.
- „ROI ist bei uns schwer nachweisbar.“ → Messrahmen + 3-5 Kern-KPIs (Time-to-Activate, Abbruch, Fehlerquote, OPEX/Fall, NPS) reichen für belastbares Vorher/Nachher.
Fragen (FAQ) zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit von Banken
Wie lassen sich interne Bankprozesse digitalisieren, ohne Compliance-Risiken zu erhöhen?
Interne Bankprozesse lassen sich sicher digitalisieren, wenn Workflows von Anfang an Audit-Trails, eIDAS-konforme Signaturen und integrierte KYC/AML-Prüfungen enthalten. Pilotprojekte in klar abgegrenzten Bereichen ermöglichen kontrollierte Automatisierung, reduzieren Risiken und stellen sicher, dass regulatorische Anforderungen auch bei späterer Skalierung eingehalten werden.
Welche KPIs zeigen den Erfolg digitaler Workflows am besten?
Der Erfolg digitaler Workflows zeigt sich vor allem in kürzeren Durchlaufzeiten, geringeren Fehlerquoten, höheren Conversion-Raten im Onboarding und steigender Kundenzufriedenheit (NPS). Ergänzend liefern operative Kosteneinsparungen und Time-to-Activate klare Hinweise auf Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit digitaler Bankprozesse.
Welche typischen Fehler treten bei der Digitalisierung von Formularen auf?
Typische Fehler bei der Formular-Digitalisierung sind fehlende Pflichtfeld-Validierung, falsches Mapping von PDF-Feldern, Medienbrüche durch manuelles Scannen und unklare Nutzerführung. Diese Schwächen erhöhen Nachbearbeitung, verlängern Durchlaufzeiten und steigern das Risiko von Abbrüchen sowie von Compliance-relevanten Fehlern im Prozess.
Wie schnell amortisiert sich eine digitale Workflow-Lösung?
Die Amortisation digitaler Workflow-Lösungen erfolgt häufig innerhalb weniger Monate. Entscheidend sind Prozessvolumen, Zeitersparnis und reduzierte Fehlerquote. Bereits moderate Einsparungen pro Dokument summieren sich bei tausenden Vorgängen monatlich zu deutlichen OPEX-Reduktionen und einem schnellen Return on Investment.
Wie vermeide ich typische Implementierungsfehler?
Fehler lassen sich vermeiden durch frühzeitige Einbindung aller Fachbereiche, Pilotprojekte vor Voll-Rollout, praxisnahe Schulungen, Feedback-Schleifen, Nutzung standardisierter Applikationen wie Paperfly und schrittweise Optimierung basierend auf KPIs.
Zurück zur Serie: Von Papier zu Performance: End-to-End-Digitalisierung in Banken (Überblick & Einstieg)Mini-Glossar: Digitale Wettbewerbsfähigkeit von Banken
Digitale Wettbewerbsfähigkeit = die Fähigkeit, Kundenstrecken schnell, fehlerarm und compliancekonform zu betreiben: mit messbaren Effekten auf Conversion, NPS und OPEX.
Time-to-Activate = Zeitspanne vom Kundenantrag bis zur nutzbaren Konto- oder Depoteröffnung; zentraler KPI für Abschlussquote und Kundenerlebnis.
Straight-Through-Processing (STP) = Vollautomatisierte End-to-End-Abwicklung eines Prozesses ohne manuelle Eingriffe; erhöht Skalierbarkeit und senkt OPEX pro Fall.
Onboarding-Abbruchquote = Anteil der Kunden, die eine Konto- oder Depoteröffnung vor Abschluss abbrechen; direkter Indikator für Prozessqualität und Wettbewerbsfähigkeit.
Customer Journey = Gesamtheit aller Kontaktpunkte eines Kunden entlang eines Prozesses (z. B. Onboarding, Service, Abschluss); nahtlose Journeys reduzieren Abbrüche und steigern Cross-Selling.
Cost-Income-Ratio (CIR) = Verhältnis operativer Kosten zu Erträgen; digitale Workflows wirken indirekt auf die CIR durch geringere OPEX und bessere Skaleneffekte.
Audit-Trail = Lückenlose Protokollierung aller Prozess- und Dokumentenschritte; Voraussetzung für Compliance, Revisionssicherheit und skalierbare Automatisierung.
KYC / AML = Know-Your-Customer- und Anti-Money-Laundering-Prüfungen zur Identitäts- und Risikobewertung; digital integriert reduziert manuelle Nacharbeit und regulatorische Risiken.
Quelle: https://www.mckinsey.com/de/news/presse/2025-09-30-german-retail-banking-report-2025
