Stellen Sie sich vor, ein Neukunde möchte ein Depot eröffnen: Daten werden direkt erfasst, Formulare automatisch geprüft, Identitäten per ID-Verifizierung validiert. Dieser Geschwindigkeitsvorteil ist mehr als nur ein Komfortgewinn für Kunden.

Für Banken bedeutet er höhere Conversion, reduzierte Fehlerquoten und messbaren ROI. Digitale Workflows transformieren nicht nur einzelne Prozesse, sondern schaffen einen strategischen Vorteil im Wettbewerb.

Erhalten Sie konkrete Handlungsempfehlungen, KPI-Vergleiche und Best Practices, die den Weg von papierbasierten Abläufen zu echter digitaler Performance aufzeigen.

In diesem Artikel erfahren Sie praxisnah, wie Banken interne Prozesse digitalisieren, nahtlose Customer Journeys gestalten und durch Workflow-Automatisierung messbare Effizienz- und Kostengewinne erzielen.

Serie: Von Papier zu Performance

Das erwartet Sie in diesem Artikel:

Warum digitale Wettbewerbsfähigkeit für Banken entscheidend ist

Der Wettbewerb im deutschen Retail-Banking spitzt sich zu: Laut der McKinsey-Studie 2025 „German Retail Banking Report“ verlagern sich über 70 % aller Neukundenkontakte in den digitalen Raum. Geschwindigkeit, fehlerfreie Prozesse und personalisierte Services werden zu entscheidenden Differenzierungsmerkmalen.

Banken sollten Teil digitaler Ökosysteme werden. Dabei spielt nicht nur Technologie eine Rolle, sondern auch die Fähigkeit, sie mit bestehenden Kernbankensystemen zu verknüpfen.

Diese Frage müssen Sie sich stellen: wie kann es sein, dass viele Institute noch immer an papierbasierten Abläufen und heterogenen Systemlandschaften festhalten? Und das in Zeiten, in denen FinTechs durch nahtlose Kundenerlebnisse Marktanteile gewinnen.

Vergleich: Digitale Champions vs. Nachzügler im Bankensektor

Merkmal Digitale Champions Nachzügler
Onboarding-Dauer < 5 Minuten, volldigital 1-3 Tage, manuelle Dokumente
Fehlerquote < 1 % dank Validierung & Automatisierung 8-12 % durch manuelle Eingaben
Kundenzufriedenheit (NPS) +45 Punkte < 10 Punkte
Time-to-Market neuer Produkte Wochen Monate
Wettbewerbsvorteil Geschwindigkeit, CX (Customer Experience), Skalierbarkeit Prozesskosten, Risiko & Medienbrüche

Messrahmen: Zeitraum 6-12 Monate, Population: Onboarding-/Konto-/Depot-Strecken, Methode: Vorher/Nachher (Matching), Datenquellen: Workflow-Logs, CRM, NPS, Kostenstellen, Reporting: monatlich (Median, P90). Hinweis: Werte sind typische Bandbreiten aus Vorher/Nachher-Vergleichen in Digitalisierungsprojekten; tatsächliche Effekte variieren nach Prozessreife und Produkt.

Typische Schmerzpunkte in analogen Prozessen

Analoge Prozesse sind heute nicht nur ein Effizienzthema, sondern ein Wettbewerbsrisiko. Während Direktbanken und FinTechs Konto- oder Depoteröffnungen in Minuten abwickeln, warten Kunden bei papierbasierten Strecken oft mehrere Tage auf die Aktivierung. Gerade jüngere Kundensegmente wechseln in solchen Situationen schnell den Anbieter.

Hinzu kommt: Wer immer noch auf Papier, Scandienste und manuelle Nacharbeit setzt, zahlt doppelt: in OPEX (Operational Expenditures) und in verlorenen Marktchancen. Interne Reibungsverluste werden direkt sichtbar in schlechterer Time-to-Market, geringerer Conversion und einer schwächeren Position im regionalen Wettbewerb.

Wettbewerblich relevante Schwachstellen analoger Prozesse:

  • Lange Time-to-Activate: Zwischen Antrag und nutzbarem Konto/Depot vergehen bei analogen Strecken fünf bis sieben Tage. Digitale Wettbewerber aktivieren Kunden oft „von heute auf morgen“ und gewinnen so Abschlüsse, bevor der klassische Prozess überhaupt fertig ist.
  • Hohe Abbruch- und Wechselquote: Medienbrüche, Papierformulare und nachträgliche Nachforderungen treiben Abbrüche nach oben. Gerade digital affine Kunden brechen Prozesse ab oder wechseln zu Anbietern mit vollständig digitalem Onboarding.
  • Eingeschränkte Attraktivität für jüngere Zielgruppen: Kunden, die digitale Self-Service-Strecken gewohnt sind, empfinden papierbasierte Wege als „nicht zeitgemäß“. Das wirkt sich unmittelbar auf Net Promoter Score, Empfehlungsbereitschaft und Markenwahrnehmung aus.
  • Filial- und Öffnungszeiten als Flaschenhals: Analoge Prozesse sind oft an Filialzeiten gebunden. Digitale Player bieten 24/7 Onboarding und Service: ein klarer Vorteil im Wettbewerb um mobile, berufstätige Kundensegmente.

Jeder zusätzliche Antrag erzeugt mehr Papier, mehr Scan-Aufwand und manuelle Prüfung.

Digitale Workflows skalieren annähernd linear: das erlaubt Wachstum, ohne die Cost-Income-Ratio weiter zu belasten.

Digitale Workflows lösen diese Schwachstellen nicht nur intern, sondern zahlen direkt auf Marktziele ein: schnellere Aktivierung, geringere Abbrüche, höhere Attraktivität für digitale Kundensegmente und mehr Spielraum in der Preis- und Produktgestaltung.

Typisches Anti-Pattern: PDF wird digitalisiert, Prozess bleibt analog. Ursache: keine Validierungen, kein Routing, kein Audit-Trail. Folge: hohe Abbrüche, Nacharbeit, Audit-Aufwand.

Effizienzgewinne durch digitale Workflows

Moderne Workflow-Automatisierung, wie sie z. B. Paperfly ermöglicht, reduziert nicht nur interne Aufwände. Sie entscheidet darüber, wie schnell Produkte im Markt sind, wie reibungslos Service erlebt wird und wie skalierbar das Geschäftsmodell einer Bank ist: also über echte Wettbewerbsfähigkeit.

Zentrale Effekte digitaler Workflows auf einen Blick & ihr Impact auf die Marktposition

Effekt / Kennzahl Analoger Prozess Digitaler Workflow Nutzen für die Bank / Wettbewerbsimpact
Bearbeitungszeit Kreditentscheidung 3-5 Tage < 1 Tag Schnellere Kreditvergabe, höhere Kundenzufriedenheit; verkürzte Time-to-Yes erhöht die Abschlussquote gegenüber Wettbewerbern mit langen Entscheidungswegen.
Fehlerquote bei Formularen & Daten 12-18 % 2-4 % Weniger Nachfragen, geringere Betriebskosten; weniger Abbrüche im Onboarding, stabilere Customer Experience über alle Kanäle hinweg.
Service-Anfragen Bearbeitungszeit 24-48 h 2-4 h Effizienterer Kundenservice; Service-Level, die mit digitalen Wettbewerbern mithalten können, statt Kunden an Direktbanken und FinTechs zu verlieren.
Compliance-Check & Audit-Reporting Manuell, zeitaufwendig Automatisch, lückenlos Reduziertes Risiko; Ressourcen wandern von manueller Nacharbeit hin zu markt- und kundenorientierten Projekten (z. B. neue digitale Produkte).
Kosten pro Fall / Dokument Hoch Niedrig Einsparungen, bessere Skalierbarkeit; mehr Spielraum für wettbewerbsfähige Preis- und Konditionsmodelle ohne Margenverzicht.

Messrahmen: Zeitraum 6-12 Monate, Population: Onboarding-/Konto-/Depot-Strecken, Methode: Vorher/Nachher (Matching), Datenquellen: Workflow-Logs, CRM, NPS, Kostenstellen, Reporting: monatlich (Median, P90)

Branchenvergleiche zeigen: Finanzinstitute die Bearbeitungszeiten, Fehlerquoten und Service-Reaktionszeiten in gezeigten Größenordnungen optimieren, gewinnen signifikant Marktanteile in digitalen Segmenten, bei gleicher Risikopolitik. Workflow-Effizienz wird so direkt zum Treiber für Wachstum und digitale Schlagkraft.

Nahtlose Customer Journeys als Wettbewerbsvorteil

Banken, die noch stark auf analoge Abläufe setzen, verlieren bis zu 25 % potenzieller Kunden bereits während des Onboardings.

Bei der Konto- oder Depoteröffnung mit Papierformularen warten Kunden oft 5-7 Tage auf die Aktivierung. Digital erledigen sie alles in unter 24 Stunden: die Bank gewinnt Kunden schneller und reduziert Abbrüche signifikant.

Weitere KPIs im Vergleich: Analoge vs. Digitale Customer Journeys

  • Onboarding-Abbruchrate: Analog: 20-25 % → Digital: 5-8 %. Ergebnis: Mehr Kunden erfolgreich onboarded, höhere Umsätze.
  • Formularprüfung & Fehlerkorrektur: Analog: manuell und zeitaufwendig → Digital: automatisch, Validierung in Echtzeit. Ergebnis: Reduzierte Nachfragen, geringere Fehlerquote.
  • Personalisierung & Cross-Selling: Analog: eingeschränkt → Digital: datengetrieben, dynamisch. Ergebnis: Höhere Kundenbindung, bessere Up- und Cross-Selling-Potenziale.
  • Kundenzufriedenheit (NPS): Analog: 60-65 → Digital: 75-80. Ergebnis: Positives Image, höhere Empfehlungsrate.
Digitale Journeys mit automatisierten Formularen, PDF-Validierung und sicheren ID-Prüfungen steigern die Conversion-Raten, verbessern die Kundenzufriedenheit und binden Kunden langfristig.
Vertiefung (Praxis): PDF ≠ digital: wie Banken aus PDFs strukturierte, prüfbare Daten machen

Referenz-Case: Digitale Depoteröffnung als Wettbewerbshebel

Im folgenden Beispiel sehen Sie, wie sich eine klassische Depoteröffnung in einer Regionalbank entwickelt, wenn sie von einem papierbasierten Verfahren auf einen durchgängig digitalen Workflow umgestellt wird.

Die Zahlen sind repräsentativ für viele Häuser mit starkem Filialfokus und wachsendem Online-Geschäft.

Ausgangslage (vor der Digitalisierung)

  • Institut: Regionalbank mit rund 300.000 Privatkunden
  • Prozess: Depoteröffnung für Retail-Kunden (Filiale + Online)
  • Onboarding-Strecke: Kombination aus Papierformularen, PDFs und manueller Nachbearbeitung
  • Medienbrüche: Ausdruck von Online-Formularen, Unterschrift auf Papier, postalischer Rücklauf, manuelle Prüfung

Ausgewählte Kennzahlen im Ausgangszustand

  • Abbruchquote in der Online-Strecke: ca. 35-40 %
  • Time-to-Activate (vom Antrag bis zur nutzbaren Depoteröffnung): Ø 3-5 Kalendertage
  • NPS der Onboarding-Strecke: ca. +5
  • Cross-Selling-Quote innerhalb der ersten 6 Monate (zusätzliche Produkte wie Sparplan, Tagesgeld, Kreditkarte): ca. 12 % der Neukunden

Umsetzung: Durchgängig digitale Depoteröffnung mit Paperfly

Die Bank stellt die Depoteröffnung auf einen durchgängig digitalen Workflow um, orchestriert über Paperfly:

  • Digitale Antragserfassung statt PDF/Papier: Formulare mit Validierungen in Echtzeit
  • Automatisierte KYC- und GWG-Prüfungen (Geldwäschegesetz) über angebundene Services (z. B. eID-Verfahren, Sanktionslisten, PEP-Checks)
  • Elektronische Signatur (EES/FES/QES) direkt in der Strecke, ohne Medienbruch
  • Geführte Nachforderungsprozesse (z. B. fehlende Unterlagen) per E-Mail/SMS mit Self-Service-Upload
  • Automatisierte Übergabe an Kernbank- und Wertpapier-Systeme inkl. Audit-Trail

Fokus der Bank ist ausdrücklich nicht nur Effizienz, sondern:

  • Senkung der Abbruchquote
  • Verkürzung der Time-to-Activate
  • Steigerung des NPS im Onboarding
  • Erhöhung des Cross-Selling-Potenzials durch saubere Daten und einen guten ersten Eindruck

Messrahmen: Zeitraum 9 Monate · Population: alle Depoteröffnungen Retail (Filiale + Online) · Methode: Vorher/Nachher-Vergleich · Datenquellen: Workflow-Logs, CRM, Kundenzufriedenheitsbefragungen, Kostenstellen-Reporting.

Was dieser Use Case über digitale Wettbewerbsfähigkeit zeigt

  • Mehr Abschlüsse ohne mehr Marketing: Der wichtigste Hebel ist die gesenkte Abbruchquote. Wer den gleichen Traffic auf der Online-Strecke hat, aber deutlich weniger Interessenten unterwegs verliert, gewinnt direkt Marktanteile im relevanten Segment.
  • Geschwindigkeit als Differenzierungsmerkmal: Eine Time-to-Activate von unter 24 Stunden wird im Beratungsgespräch und online aktiv kommuniziert. Kunden empfinden das als „moderne“ Bank und vergleichen unbewusst mit Direktbanken und FinTechs.
  • Onboarding-Erlebnis zahlt auf Cross-Selling ein: Ein reibungsloser Start erhöht die Bereitschaft, nach der Depoteröffnung zusätzlich Produkte wie Sparpläne oder Tagesgeld abzuschließen.
So verbessern Sie den Deckungsbeitrag pro Kunde: ein klarer Vorteil in einem margenschwachen Umfeld.

Integration von Paperfly in bestehende Systeme

Die nahtlose Integration digitaler Tools in bestehende Bankprozesse ist ein entscheidender Hebel für Effizienz und regulatorische Sicherheit. Paperfly bietet eine modulare Plattform, mit der sich Customer Journeys für Bankkunden vollständig digital abbilden und End-to-End automatisieren lassen.

Mini-How-to für Entscheider:

  1. Analyse bestehender Workflows: Identifizieren Sie Engpässe und manuelle Schnittstellen.
  2. Modulweise Integration: Prozessschritte als Pilot in Paperfly modellieren.
  3. KPI-Monitoring einrichten: Zeitersparnis, Abbruchrate, Fehlerquote messen.
  4. Skalierung & Rollout: Erfolgreiche Pilotprozesse abteilungsübergreifend implementieren.

ROI-Perspektive für Banken: Zeitersparnis, Kosteneffekte & messbarer Mehrwert

Effizienzgewinne sind wirtschaftlich messbar. Banken können durch Automatisierung und KI-Einsatz erhebliche Umsatzpotenziale realisieren und gleichzeitig Kosten im operativen Geschäft reduzieren.

Beispielrechnung: Effizienz & Kostenersparnis pro Dokument

Kennzahl Analoger Prozess Digitaler Prozess (z. B. Paperfly) Nutzen / ROI für Bank
Bearbeitungszeit pro Dokument 30 Min-1 Stunde 5-10 Min Zeitersparnis 70–80 %, schneller Cashflow
Fehlerquote / Nachbearbeitung 5-10 % < 1 % Weniger Korrekturen, geringere Kosten
Personalkosten pro Dokument 15 € 2-3 € Einsparung 12–13 €, Skaleneffekte
Durchlaufzeit Onboarding 5-7 Tage < 24 h Schnellere Kundenaktivierung, höhere Conversion
ROI-Horizont Pilotprojekt - 3-6 Monate Frühzeitiger Nutzen, messbarer Payback

Compliance & Risikominimierung durch digitale Prozesse

Viele Banken in Deutschland zeigen bei KYC- und AML-Prozessen (Anti-Money Laundering) noch erhebliche Defizite auf. Digitale Workflows reduzieren regulatorische Risiken erheblich, indem sie Prozesse standardisieren, Fehlerquoten minimieren und eine lückenlose Nachverfolgbarkeit aller Aktionen gewährleisten.

Wesentliche Compliance-Vorteile digitaler Workflows:

  • Audit-Trail: Vollständige Nachverfolgbarkeit jeder Interaktion mit Kundendaten, Formulareingaben und Signaturen.
  • eIDAS-konforme Signaturen: Rechtssichere, digitale Unterzeichnung von Dokumenten mit eindeutiger Zuordnung zum Unterzeichner.
  • Automatisierte KYC/AML-Prüfungen: Echtzeit-Validierung von Identitäts- und Risikoprofilen, reduziert manuelle Fehler.
  • Minimierte regulatorische Risiken: Standardisierte Prozesse verhindern inkonsistente Abläufe und verringern die Gefahr von Verstößen.
Vertiefung (Compliance): Beweiswert digitaler Dokumente in Banken: Signatur, Audit-Trail, Revisionssicherheit

Praxisnahe Umsetzung digitaler Workflows in Banken

Die Implementierung digitaler Workflows erfordert ein methodisches Vorgehen, um Effizienzgewinne, Compliance-Sicherheit und hohe Nutzerakzeptanz sicherzustellen.

Entscheider stehen vor der Herausforderung, bestehende analoge Prozesse zu durchleuchten, Pilotprojekte zu definieren und abteilungsübergreifend abzustimmen.

Genau hier setzt Paperfly an: Die Plattform ist in vielen Instituten im Einsatz und bringt erprobte Best-Practice-Workflows, regulatorisch saubere Standards und eine klare Roadmap mit. So wird aus einer vermeintlich großen Transformationsaufgabe ein strukturiertes Projekt mit überschaubarem Aufwand und schnellen Ergebnissen.

Prozesskarte: Ist-Zustand → Pilotphase → Optimierung → Rollout

Phase Aktivitäten Ziele / KPIs
Ist-Zustand Prozessmapping, Dokumentenanalyse, Benchmarking Engpässe & Fehlerquellen sichtbar machen
Pilotphase Test automatisierter Workflows in ausgewähltem Bereich Akzeptanz prüfen, erste Effizienzgewinne messen
Optimierung Anpassung von Workflows, Schulung, Integration von Nutzerfeedback Fehlerquote reduzieren, Durchlaufzeiten verkürzen
Rollout Skalierung auf weitere Produkte und Abteilungen End-to-End-Digitalisierung, ROI realisieren

Digitale Workflows in der Praxis: Effizienz- und Conversion-Gewinne sichtbar machen

Digitale Workflows zeigen ihren Mehrwert besonders deutlich bei standardisierten, wiederkehrenden Prozessen wie Depot-Eröffnungen oder KYC-Checks. Während analoge Prozesse häufig mehrere Tage in Anspruch nehmen und fehleranfällig sind, liefern digitale Workflows signifikante Effizienz- und Conversion-Gewinne.

Lessons Learned & Best Practices:

  1. Pilotprojekte zuerst klein aufsetzen: Testen Sie Workflows in einem ausgewählten Produktbereich, bevor die Skalierung erfolgt.
  2. Automatisierte Validierung nutzen: Echtzeit-Prüfungen vermeiden Nachbearbeitung und reduzieren Fehler.
  3. Kundenzentrierung priorisieren: Nahtlose digitale Journeys senken Abbrüche und erhöhen Cross-Selling-Potenziale.
  4. Integration von Compliance früh planen: Audit-Trail, KYC/AML-Prüfungen und eIDAS-konforme Signaturen von Anfang an einbinden.
Banken, die auf digitale Onboarding-Workflows setzen, reduzieren Abbrüche deutlich und steigern gleichzeitig die Kundenzufriedenheit.
Vertiefung (Strategie): Digitale Wettbewerbsfähigkeit in Banken: Fähigkeiten, KPI-Set und Roadmap

Zusammenfassung & Handlungsempfehlungen

Digitale Workflows und nahtlose Customer Journeys sind heute entscheidende Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit von Banken. Effizienzgewinne, reduzierte Fehlerquoten, höhere Kundenzufriedenheit und messbarer ROI zeigen, dass ein strategischer Fokus auf Prozessautomatisierung und digitale Tools wie Paperfly unmittelbar wirtschaftliche Vorteile liefert.

Wählen Sie einen Kernprozess (z. B. Konto-/Depoteröffnung), definieren Sie 3-5 KPIs für Wettbewerbsfähigkeit (Abbrüche, NPS, Time-to-Activate, CIR-Beitrag) und testen Sie einen Pilot mit Paperfly.

Schritt-für-Schritt-Empfehlung zum Abschluss:

  1. Prozesse analysieren (Engpässe, Medienbrüche und Fehlerquellen) und Pilotprojekt starten
  2. Abteilungsübergreifend koordinieren: IT, Fachbereiche und Compliance früh einbinden
  3. Ergebnisse messen & optimieren: KPI-Monitoring für Durchlaufzeiten, Fehlerquote, Conversion und NPS implementieren
  4. Skalierung planen: Erfolgreiche Pilotprozesse auf weitere Geschäftsbereiche übertragen.

Typische Einwände. Kurze Antworten.

  • „Wir haben keine IT-Kapazität.“ → Start als Pilot; IT bleibt informiert, Fachbereich leitet an.
  • „Compliance wird uns bremsen.“ → Audit-Trail + Signatur + KYC/AML werden im Workflow als Kontrollpunkte modelliert; weniger Nachschau, mehr Standardisierung.
  • „Unsere Prozesse sind zu individuell.“ → Geeignet für standardisierte Strecken (Onboarding/KYC/Depot); Sonderfälle bleiben in manuellen Pfaden.
  • „ROI ist bei uns schwer nachweisbar.“ → Messrahmen + 3-5 Kern-KPIs (Time-to-Activate, Abbruch, Fehlerquote, OPEX/Fall, NPS) reichen für belastbares Vorher/Nachher.

Fragen (FAQ) zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit von Banken

Wie lassen sich interne Bankprozesse digitalisieren, ohne Compliance-Risiken zu erhöhen?

Interne Bankprozesse lassen sich sicher digitalisieren, wenn Workflows von Anfang an Audit-Trails, eIDAS-konforme Signaturen und integrierte KYC/AML-Prüfungen enthalten. Pilotprojekte in klar abgegrenzten Bereichen ermöglichen kontrollierte Automatisierung, reduzieren Risiken und stellen sicher, dass regulatorische Anforderungen auch bei späterer Skalierung eingehalten werden.

Welche KPIs zeigen den Erfolg digitaler Workflows am besten?

Der Erfolg digitaler Workflows zeigt sich vor allem in kürzeren Durchlaufzeiten, geringeren Fehlerquoten, höheren Conversion-Raten im Onboarding und steigender Kundenzufriedenheit (NPS). Ergänzend liefern operative Kosteneinsparungen und Time-to-Activate klare Hinweise auf Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit digitaler Bankprozesse.

Welche typischen Fehler treten bei der Digitalisierung von Formularen auf?

Typische Fehler bei der Formular-Digitalisierung sind fehlende Pflichtfeld-Validierung, falsches Mapping von PDF-Feldern, Medienbrüche durch manuelles Scannen und unklare Nutzerführung. Diese Schwächen erhöhen Nachbearbeitung, verlängern Durchlaufzeiten und steigern das Risiko von Abbrüchen sowie von Compliance-relevanten Fehlern im Prozess.

Wie schnell amortisiert sich eine digitale Workflow-Lösung?

Die Amortisation digitaler Workflow-Lösungen erfolgt häufig innerhalb weniger Monate. Entscheidend sind Prozessvolumen, Zeitersparnis und reduzierte Fehlerquote. Bereits moderate Einsparungen pro Dokument summieren sich bei tausenden Vorgängen monatlich zu deutlichen OPEX-Reduktionen und einem schnellen Return on Investment.

Wie vermeide ich typische Implementierungsfehler?

Fehler lassen sich vermeiden durch frühzeitige Einbindung aller Fachbereiche, Pilotprojekte vor Voll-Rollout, praxisnahe Schulungen, Feedback-Schleifen, Nutzung standardisierter Applikationen wie Paperfly und schrittweise Optimierung basierend auf KPIs.

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Mini-Glossar: Digitale Wettbewerbsfähigkeit von Banken

Digitale Wettbewerbsfähigkeit = die Fähigkeit, Kundenstrecken schnell, fehlerarm und compliancekonform zu betreiben: mit messbaren Effekten auf Conversion, NPS und OPEX.

Time-to-Activate = Zeitspanne vom Kundenantrag bis zur nutzbaren Konto- oder Depoteröffnung; zentraler KPI für Abschlussquote und Kundenerlebnis.

Straight-Through-Processing (STP) = Vollautomatisierte End-to-End-Abwicklung eines Prozesses ohne manuelle Eingriffe; erhöht Skalierbarkeit und senkt OPEX pro Fall.

Onboarding-Abbruchquote = Anteil der Kunden, die eine Konto- oder Depoteröffnung vor Abschluss abbrechen; direkter Indikator für Prozessqualität und Wettbewerbsfähigkeit.

Customer Journey = Gesamtheit aller Kontaktpunkte eines Kunden entlang eines Prozesses (z. B. Onboarding, Service, Abschluss); nahtlose Journeys reduzieren Abbrüche und steigern Cross-Selling.

Cost-Income-Ratio (CIR) = Verhältnis operativer Kosten zu Erträgen; digitale Workflows wirken indirekt auf die CIR durch geringere OPEX und bessere Skaleneffekte.

Audit-Trail = Lückenlose Protokollierung aller Prozess- und Dokumentenschritte; Voraussetzung für Compliance, Revisionssicherheit und skalierbare Automatisierung.

KYC / AML = Know-Your-Customer- und Anti-Money-Laundering-Prüfungen zur Identitäts- und Risikobewertung; digital integriert reduziert manuelle Nacharbeit und regulatorische Risiken.

Quelle: https://www.mckinsey.com/de/news/presse/2025-09-30-german-retail-banking-report-2025